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Dienstag, 18. August 2009

Productplacement jetzt auch in der Kunstszene

Das Productplacement ist nun auch in der Kunstszene angekommen. Noch nicht im Kunstwerk selbst, aber BMW sponsert jetzt die Videoreihe "Art Expedition", um seinen neuen Gran Turismo zu bewerben. Die Idee: ein Künstler und ein Kunstsammler treffen sich in einer Stadt und zeigen sich ihre Lieblings-Kunst-Orte. Zu diesen werden sie natürlich im BMW Gran Turismo chauffiert. Erinnert sehr stark an "Durch die Nacht mit..." von Arte, was ich hier ja auch schon einmal vorgestellt habe. Bisher ist nur ein Video (natürlich in Berlin gedreht) erschienen. Dieses fand ich aber gar nicht schlecht und ich würde gerne auch mehr Filme sehen. Und das Auto wird auch nicht zu stark präsentiert. Erstmal gelungen also... Die WuV (Werben und Verkaufen ist die Fachzeitschrift für alle Werber) schreibt übrigens, dass die Zielgruppe für den Gran Turismo Freischaffende wie Ärzte und Architekten sind, weswegen das Thema auch so Art-lastig ist.

Nun aber der Film:

Art Expedition Berlin from Independent Collectors on Vimeo.

Mittwoch, 12. August 2009

Icke und die Agentur Part II

Und es ist Halbzeit im Ausbeutungs-Praktikum. Vielleicht kriege ich auch so ein schönes T-Shirt, wie die Praktikanten einer großen New Yorker Werbeagentur...



Passt ja auch zum neuen Trend der Laufmaschen-Strumpfhosen.

Interactive Stabbing

Da sich mein Blog derzeit immer mehr zum Werbeblog entwickelt, werde ich damit auch weiter machen. Heute gibts wieder einen tollen Trend, nämlich: interaktive Youtube-Videos sind der neue heiße Scheiß! Und damit ihr Euch nicht direkt langweilt, gibts auch zwei schöne Beispiele. Ersteres zum Thema "Stabbing", was ja beliebtes, aber illegales Hobby in England ist, weshalb die englische Polizei dieses Abschreckungsvideo in Auftrag gegeben hat. Schön finde ich hier übrigens auch die Londoner Council-Housing-Tristesse und den Proll-Dialekt. (Tipp: hier kann man selber mal richtig stabben mit Blut und so)



Zum zweiten gibts auch noch was fürs Illustratoren-Herz (gleich zwei Trends in Einem) - und wie sollte es anders sein kommt das Beispiel von einer amerikanischen Werbeagentur, die ihre Website komplett als Youtube-Video spielt (also es gibt auch keine andere Website).

Mittwoch, 22. Juli 2009

Nix wert die Löwen

Eine Werbeagentur macht für sich selbst Werbung, und zwar mit ihren 5 Cannes Lions, der höchsten Auszeichnung, die es in der Werbung geben kann. Fast so toll wie die normalen Filmfestspiele von Cannes, nur mit ganz vielen Werbern und wertlosen Löwen als Trophäen.

Sonntag, 12. Juli 2009

Vodafone und das Entsetzen der Blogger

Wenn man in der Werbung arbeitet, macht man sich ja unweigerlich auch mehr Gedanken über Werbung. Und schnell kommt die Frage auf: Was ist gute und was ist schlechte Werbung? Kann man mal wieder nicht pauschal beantworten (ja, die tollen rhetorischen Fragen) und ist wahrscheinlich auch ein Thema, welches Werber ein Leben lang begleitet.

Diese Woche kam der neue Vodafone-Werbespot heraus und wurde weitestgehend zerrissen. Von den Werbern, weil es "sooo 2008" und "schlecht produziert" ist, von den Medien, weil "die Botschaft zu kryptisch und unverständlich" ist und von den Bloggern weil sie sich als Bloggergemeinde verkauft fühlen und sich deswegen über die Dreistigkeit dieses Vorhabens lustig machen müssen. Fraglich ist nur: Was denkt der normale Fernsehzuschauer? Wahrscheinlich nicht mehr als: "mal wieder ein 0/8/15 Mobilfunkanbieter-Spot".

Aber noch mal zum Inhalt: Vodafone möchte in seiner neuen Kampagne nämlich die "Generation Upload" ansprechen und featured deswegen in seinem Spot Leute, die sich im Web einen Namen gemacht haben bzw. über das Web groß geworden sind.
Aber genau hier liegt das Problem, denn kaum jemand, selbst wenn man sich viel im Web aufhält, kennt diese Leute und im Spot werden sie nicht vorgestellt. Heißt: wenn man den Spot sieht, denkt man es wären eben irgendwelche Leute, die Vodafone Produkte nutzen, was schade ist, denn die Idee ist ja grundsätzlich gut und passt auch zu einem Mobilfunk-/Internetanbieter.

Soviel zur eigentlichen Qualität des Spots. Auf der anderen Seite fühlt sich die Bloggergemeinde verarscht (wie z.B. hier) und wirft dem Blogger Sascha Lobo, der auch im Spot auftaucht, vor, dass er sich dem Komerz verkauft habe.
Und hier sind wir auch an dem Punkt, an dem man sich mal über die Bloggergemeinde aufregen darf, denn diese nimmt sich meiner Meinung doch sehr wichtig. Die digitale Bohème fühlt sich dem Mainstream technisch überlegen und merkt gar nicht, dass sich somit selbst ausgrenzt und vom Mainstream belächelt wird. Sicherlich sollte man sich heutzutage mit neuen digitalen Entwicklungen beschäftigen, aber wenn man nicht daran glaubt, dass Twitter die Welt verändern wird, heißt das noch lange nicht, dass man ein unintelligenterer oder ignoranter Mensch wäre. Und dass sich ein Lobo für Vodafone hergibt, leutet noch lange nicht das Ende des unabhängigen Internets sein. Außerdem ist das Internet schon lange im Mainstream angekommen, da muss man sich eben etwas anderes suchen, um wieder Underground zu sein.

Den Spot möchte ich natürlich nicht vorenthalten:




Man beachte übrigens: "Red is where the action is"

Mittwoch, 10. Juni 2009

Unterkühlt underperformen

Habe gerade in der W&V gelesen, dass das Hamburger Abendblatt Leute entlassen will, was ja in den heutigen Zeiten nicht unbedingt etwas besonderes ist. Aber die Formulierung für den Entlassungsgrund finde ich schon sehr hart: "Im Zusammenhang mit dem Umbau machen in der Branche Spekulationen über Kündigungen die Runde: Mehr als 20 Stellen sollen eingespart werden – einem Bericht der "Hamburger Morgenpost" zufolge soll es sich in erster Linie um "Underperformer" handeln, die "nicht mehr die erwünschte Leistung bringen"."
Da muss man aber aufpassen, dass man nicht plötzlich zum "Underperformer" wird. Diese gruselige Wirtschaftssprache passt auch wieder zu den Zukunftsprognosen, in denen es auf dem Arbeitsmarkt immer schnelllebiger und leistungsorientierter werden soll. Ha, da heißt es warm anziehen für die Zukunft! Dafür ergeben sich jetzt auch neue Schimpfwörter: "Ey, Du bist voll der Underperformer!"

Montag, 1. Juni 2009

Icke und die Agentur

Ja, ja man merkt es an der stetig sinkenden Zahl meiner Blogeinträge, dass ich mich nun seit einem Monat wieder als Praktikant ausbeuten lasse, denn plötzlich habe ich keine Zeit mehr. Diesmal darf ich in einer großen, namhaften Werbeagentur für wenig Geld arbeiten. Den Namen werde ich vorsichtshalber mal verschweigen, denn sonst werde ich noch wegen Rufmord verklagt. Etwas, dass ich schon gelernt habe.

Was ich sonst noch so in meinem ersten Monat gelernt habe:
- Eine Bindemaschine bedienen.
- Buchhaltungsnummern erstellen und abrechnen.
- Mit einem Mac arbeiten (teilweise zumindest).
- Ständig Leute anrufen, die ich nicht kenne, um sie um etwas zu bitten.
- Dass es völlig ok ist Leuten auf die nerven zu gehen.
- In der Agentur gibt es kein Zeitmanagement.
- Nachts um 10 Uhr Sushi bestellen ist nicht so cool wie es sich anhört.
- Nachts um 1:00 Uhr ein Taxi nehmen, wiederum schon.

Und natürlich die ganzen anderen Dinge, die einem nie so explizit auffallen, wie z.B. was bei einem Pitch so passiert, wer für was verantwortlich ist, wie die Leute miteinander umgehen und was noch so alles in einer Werbeagentur passiert. Wenn mich allerdings jemand fragt, was ich den ganzen Tag mache, kann ich es auch nicht wirklich sagen, aber es ist krass stressig!
Vielleicht wird aus mir doch noch ein richtiger Werber - mein Nasenbluten am ersten Arbeitstag lässt ja schon hoffen!

Ach ja, die meisten der zahlreichen Praktikanten sind übrigens wie ich mit ihrem Studium fertig und hoffen irgendwie alle auf eine Übernahme, die es aber sehr wahrscheinlich nicht geben wird. Brave new world!

Dafür gibt es jetzt aber schon mal eine sehr obskure Werbung für Adobe, bei der ich weder weiß was sie soll, noch ob ich sie gut oder schlecht finden soll:


Mittwoch, 13. Mai 2009

Animierte Werbung voll im Trend

Hier eine schön obskure Scrabble-Werbung.
Manche Dinge, wie z.B. Scrabble, sind wahrscheinlich nicht kaputt zu kriegen. Aber Scrabble ist auch eines der wenigen Spiele die ich als Spielehasser gut finde. Also falls es jemand hat, würde ich es mir gerne mal ausleihen.







Übrigens liegt Scrabble voll im Trend mit animierten Zeichnungen als Werbeelemente, was ja auch O2 gerade in seiner Werbung featured. Und für ne Telefon-Werbung ist sie ganz schön gut geworden.



hach, schön jemacht, oder?

Freitag, 17. April 2009

Neon vs Nido oder Gräfe Kiez vs Helmholtzplatz

Gestern habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass im Gräfe-Kiez in Kreuzberg mittlerweile mehr los ist als im Prenzlauer Berg. Dabei bin ich doch da hingezogen, um mehr Ruhe zu haben. Aber denkste, Puppe! Vielleicht muss es doch bald wieder nach Mitte gehen, wenn erst mal das kostenlose W-Lan da ist..
Auf meinem Weg nach Kreuzberg (auf meinem hippen Rennrad mit American Apparel Schal) habe ich dann auch noch eine Werbung für ein neues Magazin gesehen. Und wie ich gerade auf SpiegelOnline las, stammt das "Nido" vom Erfinder des "Neon", welches ja trotz Zeitschriftenkrise immer noch wahnsinnige Umsätze macht. Jedenfalls ist es geschickt für das neue Nido Magazin Werbung zwischen Prenzlauer Berg und Kreuzberg zu machen, denn es ist für die neuen hippen Eltern (mit Boogaboo Kinderwagen und American Apparel Schal) gemacht. Also für die Neon Leser, die jetzt Kinder haben. Wohlgemerkt junge Kinder, denn die Zielgruppe sind Eltern mit Kindern bis 6 Jahre. Danach braucht man offensichtlich kein Magazin mehr.
Insgesamt sieht das Magazin auch wie die Neon aus: schicke Fotos, schickes Layout und Ratgeberthemen, nach denen man auch nicht mehr weiß aber sich irgendwie gut unterhalten hat. Ich würde es mir also definitv kaufen, wenn ich zur Zielgruppe gehören würde. So werde ich wahrscheinlich warten, bis es sich jemand aus der Zielgruppe gekauft hat, bzw. ein Café, im Gräfekiez oder auf dem Helmholtzplatz, welches von der Zielgruppe stark frequentiert wird, und dann heimlich reinlesen.


Fangen beide mit N an und sehen irgendwie auch gleich aus: Nido und Neon

Dies ist übrigens mein hundertster Blogeintrag gewesen. Da kann man glatt mal mit ner Bionade drauf anstoßen, finde ich.

Mittwoch, 8. April 2009

Quitte vs. Falten

Heute gibts mal wieder was von der Werbefront, nämlich ein gutes und ein schlechtes Beispiel.
Zur Einstimmung das positive Beispiel, welches sogar mit einer Radiowerbung punkten kann - Die Bionade. Diese bewirbt ihre neue Sorte Quitte mit Marktforschungsszenarien, wie folgenden und das funktioniert sogar ganz wunderbar im Radio.

Ich frage mich, ob es zur Einführungsstrategie gehört das Produkt massiv zu bewerben und dann nicht in den Verkauf zu bringen. Bei mir hat es jedenfalls gewirkt, denn die Spannung war groß. Gestern habe ich nun endlich meine erste Quitten-Bionade probiert. Ich fand es schmeckte irgendwie nach Sauna, Herr C. fand es schmeckt nach Pfefferminztee mit Zitrone. Aber auf jeden Fall sehr erfrischend. Da haben wir ja wieder was, woran wir uns in diesem Sommer gewöhnen können.





Bionade Quitte - Werbung

Achso, es gibt sogar ne Website zur Bionade-Quitte, auf der man noch mehr Filme und Facts zur Quitte finden kann.

So, nun zum zweiten Werbebeispiel des Tages - Nivea for Men.
Ich finde es ja nicht schlimm, dass Männer sich auch um ihre Falten kümmern können, aber dass man dafür so plumpe Werbesprüche nimmt... Habe ich übrigens letzte Woche am Münchner Hauptbahnhof gesehen, der mit den Nivea Plakaten geradezu gepflastert war.


"Für Falten ist der Zug abgefahren"
"Zug um Zug - Eine vitalere Ausstrahlung"


"Stellt die Weichen für eine vitale Ausstrahlung"


"Für eine 1.Klasse Ausstrahlung"


"Falten zurückbleiben bitte!"

So viel schlechter Wortwitz auf einem Haufen tut schon weh.

Montag, 23. Februar 2009

Fortschrittszwang

Seit einem gefühlten Jahr sehe ich mich jeden Tag mit einem Artikel über Twitter konfrontiert. Langsam fühle ich mich geradezu genötigt, doch auch bei Twitter einzusteigen, um in der digitalen Welt nicht total abgehängt zu werden. Das ist so wie es vor einiger Zeit mit StudiVZ, Myspace und Co. war. Zum Glück scheint der Druck in soziale Netzwerke einzusteigen ja wieder zu sinken, da mittlerweile auch einige Kritik aufkommt. Jetzt ist es also Twitter, morgen wieder was anderes. Ich hab auch wirklich nichts gegen Twitter, nur habe ich auch bisher keinen Grund gefunden es auszuprobieren (außer des Ausprobieren willens).
Insgesamt stellt sich für mich mittlerweile die Frage, inwieweit man sich der digitalen Entwicklung verschließen darf und inwieweit man mitziehen sollte, vor allem wenn man in der Werbe-/Medienbranche oder so arbeitet. Oder setze ich mich umgekehrt einem erhöhten Risiko der Spionage aus, wenn ich mich zu viel im Internet engagiere (siehe Google Mail, Netzwerke, etc.)? Hinzu kommen noch die zahllosen Datenleichen, Passwort-Sicherheits-Fragen und Zeitaufwendungen, die man diskutieren könnte. Eben eine endlose Debatte, die wahrscheinlich so schnell nicht aufhören wird.
Übrigens bin ich schon bei folgenden Sachen im Internet angemeldet/ zu finden:

Mr.Wong (Social Bookmarking)
Blogger (hier)
Flickr
XING (Social Network)
Googlemail
Gmx
Bloglines (Feedreader)
Amazon
Ebay
zoozookee (meine Website)

und das ist wahrscheinlich keine wirklich lange Liste, denn ich könnte ja noch bei Myspace, Facebook, Twitter, LinkedIn, LastFm, Youtube, Vimeo, etc. sein.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Vanity Fair wieder nur im Ausland lesen

Oh wie Schade ... jetzt wird kurzerhand auch die deutsche Vanity Fair eingestellt. Nachdem letztes Jahr schon die Park Avenue gestrichen wurde, bleibt uns bald nichts mehr im Cafe zum Lesen. Hauptsache die Gala hält durch, denn auf die Vanity Fair kann man auch gut verzichten (und im Ausland ist sie ja eh viel besser). Aber ich erinnere mich auch noch, dass die erste Ausgabe der Vanity Fair in Berlin Mitte komplett ausverkauft war... Aber ein schneller Abstieg und nun der Todesstoß folgten sogleich. Also vielleicht sollte man zur Archivierung und aus verfrühter Nostalgie auch noch schnell die letzte Ausgabe kaufen.

Freitag, 23. Januar 2009

tfl und die Fahrradlobby

Die öffentlichen Verkehrsmittel von London (tfl - quasi die BVG von London) machen sich seit Jahren in irgendwelchen Anzeigen für Fahrräder stark. Das ist eigentlich auch dringend notwendig, da man als Fahrradfahrer in London völlig ignoriert und damit auch mal schnell umgefahren wird. Allerdings verstehe ich trotzdem die Politik von tfl nicht, denn sie fördern ja auch nicht grade die Fahrradfahrer. In der U-Bahn und im Bus darf man sein Fahrrad selbstverständlich nicht mitnehmen. Also wenn man einen Platten hat, hat man eben Pech gehabt (es sei denn man hat ein Klapprad). Und die Fahrradwege oder Straßenränder sind auch nicht grade optimal. Also eigentlich sollten die anstatt in Werbung zu investieren eher mal ein paar Fahrradwege anlegen. Hier trotz allem der Werbeclip



via ibelieveinadv

TV uffm Computer

Für alle, die es wie ich auch im Fernsehen verpasst haben, gibt es jetzt auf Arte+7

Durch die Nacht mit Henryk M. Broder und Kai Diekmann

"Henryk M. Broder (62), Journalist beim Nachrichtenmagazin "Spiegel" und berühmt-berüchtigter Polemiker und Provokateur, trifft in Berlin Kai Diekmann (44), den umstrittenen "Bild"-Chefredakteur. - Eine spannungsgeladene Begegnung."

Also noch 7 Tage mehr Zeit für die spannungsreiche Begegnung.

Nachtrag:
Also es lohnt sich wirklich, denn man sieht wie Diekmann und Broder (beide selbstverliebt aber ganz entspannt) ausschließlich durch West-Berlin tukeln und lustige Kommentare ablassen. Diekmann ruft außerdem immer bei der BILD Redaktion an und macht Stunk.

Hier ein paar schöne Zitate:
Broder: "Im Internet, so schön es auch ist, sammeln sich auch die ganzen Irren."

Diekmann: "Der Stern ist ja auch voll langweilig geworden"

Broder: "Sie finden Claudia Roth gut?"
Diekmann: "Ja, irgendwie hat die was."
Broder: "Ja, Übergewicht."

Am Ende treffen sie dann noch einen Künstler, den Diekmann netterweise unterstützt (obwohl sie sich vorher noch drüber unterhalten haben wie affektiert prominente Gutmenschen sind), fuchteln schön mit den 50 Euro Scheinen vor dem rum und wundern sich nachher, dass es Menschen gibt, die am Existensminimum leben.

Also insgesamt sehr sehenswert!

Dienstag, 13. Januar 2009

Fragen an Döpfner


Mathias Döpfner (aus der Welt)

Gut etwas verspätet, aber ich muss es doch noch bringen, als heimlicher Springer-Fan.

Schreibt doch der Döpfner am 10.01. (Vorstandsvorsitzender des Axel Springer Verlags) einen Artikel in seinem Baby, der Welt. Und zwar einen Kommentar über die Teilverstaatlichung der Commerzbank.
Und hört, hört: "Es kostet mich einige Überwindung, diesen Satz zu schreiben, aber: Die Linkspartei hat recht. Die Teilverstaatlichung der Commerzbank sei – so sagt der Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Maurer – eine 'planlose Verschleuderung von Staatsvermögen'. Das stimmt. Und es ist auch richtig, wenn er sagt, der Staat blättere das Vierfache des Commerzbank-Marktwertes hin, ohne wirklichen Einfluss auf die Kreditpolitik zu erhalten. Und Maurer hat leider auch recht, wenn er sagt: 'Die Steuerzahler werden enteignet, um die Zockerschulden der Commerzbank und ihrer bisherigen Eigentümer zu begleichen.'"

Aber für wen nimmt Herr Döpfner denn da Stellung, für die Steuerzahler (wie die Linke) oder für die steuerzahlenden Wirtschaftsunternehmen?

Bemerkenswert ist aber auch sein Abschlusssatz: "Je unübersichtlicher und chaotischer die Zeiten, desto wichtiger sind Prinzipien." Ja Prinzipien, damit kennt sich die Bildzeitung auch aus... Vielleicht werden aus dem Springer-Verlag und der Linken ja doch noch dicke Buddys.

So richtig aufregend wird der Artikel aber erst, wenn man sich die 11 Seiten (!) Leserkommentare durchliest. Ein Auszug:

"Die Linken haben aus Prinzip nie Recht! Die haben nur aus reiner Verlogenheit, Durchtriebenheit, Verblödung und aus reinem Zufall mal etwas Richtiges gemeint. So isses doch. Nieder mit den Linken, die tun uns Reichen stinken!"

"Am 18.1. wähle ich DIE LINKEN!!! Nur die tun wirklich etwas für unser Land!"

"Ein Bilderberger lässt sich über die Steuerpolitik des Staates aus.
Herr Döpfner, selten so gelacht!Was soll das ganze?-Doch nicht
etwa eine Imagepolitur?;-)
Dennoch, trotz aller Vorbehalte meinerseits - Ihre Beurteilung der
Lage ist richtig!"

"Ja und? Hat sich irgendjemand, mit gleichsam richtiger Argumentation, gegen die Teilprivatisierung der Bahn gewehrt? Der Bürger, der mit verblödeten Schulterzucken ohne zu Murren GEZ zahlt, wird auch hier sagen: "Iss halt so,wir könnens ja eh nicht ändern!" und im 3.Quartal wieder brav sein Kreuzchen bei CDU oder SPD setzen. Wir leben in der Bakschisch-Republik!"

"Mensch Mensch was ein "schlechter" Artikel. Man lernt schon in der Grundschule das es nicht nur weiß oder schwarz gibt - Es gibt viele Faktoren in der Globalen Welt - Deutschland braucht eine gute Marktwirtschaft UND parallel eine gute Planwirtschaft. Nicht jeder Mensch ist für die Marktwirtschaft geeignet und nicht jeder ist für die Planwirschaft geeignet. DER MIX MACHT ES !!!!! - Deshalb ist es völlig Ok der Commerzbank zu helfen, und diese wieder Fit für die Marktwirtschaft zu machen - andere verdienen mit diesem System sogar richtig GELD..... Gute Entscheidung der Politik. Glückwunsch ...."

Da tobt das Volk ... BILD Dir Deine Meinung!

Bleiben trotzdem noch wichtige Fragen offen:
Wann rafft sich denn so ein Vorstandsvorsitzender auf so einen Artikel zu schreiben (macht er ja sonst auch nicht). Sitzt der dann abends vor den Tagesthemen und ärgert sich so, dass er mal eben einen Kommentar hinblättert, welcher dann natürlich auch veröffentlicht werden muss, denn er ist nun mal der Vorstandsvorsitzende. Außerdem, seit wann ist Herr Döpfner denn Wirtschaftsspezialist? Als Musikwissenschaftler startete er seine Journalistenkarriere doch als Musikkritiker. Aber gut, da er nun schon ein paar Jahre an der Spitze eines der größten Medienkonzerne der Republik steht, muss er wohl auch verstanden haben, wie die Wirtschaft tickt. Vielleicht kann er sich ja aber auch mal wieder zu einer schönen Musikkritik aufraffen, der Herr Döpfner, sich quasi auf seine Wurzeln zurück besinnen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kritik der neuen Kreator Platte, Herr Döpfner? Also, ick freu mir schon drauf und würde dann auch öfter mal die Welt lesen.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Noch mehr Statistik

Für alle Statistik-Fans gibts hier noch ein neues Recherche-Tool. Falls man zum Beispiel noch ne unterhaltende Statistik für eine Präsentation oder eine Jubiläumsrede braucht, wird man bei Statista bestimmt fündig. Allerdings konnte ich die Anzahl und Art der deutschen Skiunfälle hier nicht finden. Das muss ich in Zukunft noch weiter austesten, um zu sehen, ob es wirklich als verlässliches und relevantes Nachschlagewerk für Statistiken zu gebrauchen ist. Auf jeden Fall ist es eine weitere ergänzende Quelle auf der Suche nach Zahlen. Und die Deutschen sind ja angeblich so Zahlengläubig (von welcher Quelle diese Aussage stammt, kann ich leider auch nicht sagen). Bei Statista gibt es übrigens auch eine schöne Auflistung zum Fälschen von Statistiken und einen Normalo-Test, bei dem man zum Beispiel seine Wochenarbeitszeit mit dem Durchschnitt vergleichen kann.

Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast

Der alte Professorenwitz zieht eben doch immer. Ob die Statistik nun gefälscht oder einfach nur unvollständig in bestimmten Zusammenhängen erwähnt wird, verändert bekanntlich ihre Aussagekraft. Aufgefallen ist es mir mal wieder in den letzten Tagen in der Diskussion um gefährliche Skiunfälle (wenn man selbst mit dem Thema zu tun hat schaut man ja auch genauer hin). Jedenfalls überschlagen sich die Statistiken hier mal wieder:

FAS (04.01.): "In der vergangenen Woche kamen in Österreich sieben Wintersportler ums Leben. In der letzten Skisaison gab es insgesamt 34 Tote, in der davor 42 - bei jährlich 60000 bis 70000 Skiunfällen."

O je da kriegt man richtig Angst...

Hingegen im Spiegel dieser Woche: "Allgemein ist die relative Häufigkeit von Zusammenstößen auf der Skipiste im Winter 2006/2007 auf einen historischen Tiefstand gesunken; die Zahl der Verletzungen von Skifahrern ging in den vergangenen Jahren um die Hälfte zurück."

Mmh, vielleicht doch nicht so schlimm...

Und auf FAZ.net (06.01.): "Dabei ist der Kopf nur selten von den Unfällen auf der Piste betroffen. Von den gut 4,2 Millionen Deutschen, die regelmäßig auf den Brettern stehen, haben sich laut einer aktuellen Statistik der Stiftung Sicherheit im Skisport in der Wintersaison 2006/2007 45.000 verletzt, 6500 von ihnen so schwer, dass sie stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Am häufigsten litten jedoch Knie und Arme unter den Unfällen, sie brachen oder wurden geprellt. Kopfverletzungen machten hingegen nur gut zehn Prozent der Verletzungen aus."

Hab ich es mir doch gedacht...

Komisch auch, dass bei den ersten beiden Statistiken jegliche Quellenangaben fehlen. Aber schönes Beispiel dafür wie verschieden man Statistiken zu ein und demselben Thema auswählen und damit die Zielrichtung und Tonalität des Artikels völlig verändert. Einig waren sich übrigens alle Artikel darüber, dass die Helmverkäufe enorm angestiegen sind und einige Hersteller mit dem Produzieren nicht mehr hinterher kommen. Also diese Saison besser keinen Helm mehr kaufen, denn da kriegt man nur noch die ollen Reste.
Ski Heil!

Sonntag, 14. Dezember 2008

Oh gott, oh gott die Werbekrise

Wie in allen Krisen trifft es auch diesmal wieder die Werbebranche sehr hart. Dieser Artikel von Carta verdeutlicht sehr drastisch wie schlimm es dieses mal werden könnte. Da frage ich mich mal wieder, ob ich nicht doch das falsche studiert habe. Wo soll ich denn jetzt einen Job finden? Werbeagentur wird schwierig, die Medien (und vor allem die Verlage) nagen auch mal wieder am Hungertuch und die Marketingbudgets der Firmen werden wohl zum nächsten Geschäftsjahr auch nicht so hoch ausfallen. Jammer! Aber zum Glück gibts ja noch online, was sich bisher erstaunlich stabil hält. Ist der Onlinemarkt vielleicht die Flucht aus der Realität der Finanzkrise? Und was hätte man auch sonst studieren sollen, was sicher gewesen wäre? Da fällt mir auch nix ein.

Mittwoch, 12. November 2008

Hut Weber



It's the hat.

Wenn das mal nicht eine großartige Werbung ist. Da sollte man glatt drüber nachdenken mal wieder einen Hut zu kaufen. via ibelieveinadv

Freitag, 19. September 2008

Rupert und Manne

Jetzt muss ich noch zwei Lesetipps fürs Wochenende abgeben.
Zum ersten ein großartiger Artikel über Rupert Murdoch in der amerikanischen Vanity Fair. Vor allem für alle Fans großer Mediendynastien spannend. Vielleicht rafft sich die deutsche Vanity Fair ja auch mal auf den Artikel zu übersetzen.
Zum zweiten ein amüsantes Interview mit Manfred Krug (in Hausschuhen) in der FAZ.