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Dienstag, 18. August 2009

Productplacement jetzt auch in der Kunstszene

Das Productplacement ist nun auch in der Kunstszene angekommen. Noch nicht im Kunstwerk selbst, aber BMW sponsert jetzt die Videoreihe "Art Expedition", um seinen neuen Gran Turismo zu bewerben. Die Idee: ein Künstler und ein Kunstsammler treffen sich in einer Stadt und zeigen sich ihre Lieblings-Kunst-Orte. Zu diesen werden sie natürlich im BMW Gran Turismo chauffiert. Erinnert sehr stark an "Durch die Nacht mit..." von Arte, was ich hier ja auch schon einmal vorgestellt habe. Bisher ist nur ein Video (natürlich in Berlin gedreht) erschienen. Dieses fand ich aber gar nicht schlecht und ich würde gerne auch mehr Filme sehen. Und das Auto wird auch nicht zu stark präsentiert. Erstmal gelungen also... Die WuV (Werben und Verkaufen ist die Fachzeitschrift für alle Werber) schreibt übrigens, dass die Zielgruppe für den Gran Turismo Freischaffende wie Ärzte und Architekten sind, weswegen das Thema auch so Art-lastig ist.

Nun aber der Film:

Art Expedition Berlin from Independent Collectors on Vimeo.

Donnerstag, 21. Mai 2009

Grubenunglück

In Berlin wird ja ständig irgendwo gebaut und da entstehen mitunter komische Bilder, wie dieses hier. Ich frage mich wirklich, wie das Fenster des China-Restaurants in diese Wand kommt. Daneben klafft direkt eine tiefe Baugrube und es sieht auch so aus, als ob da vorher ein Haus an der Wand stand. Gibt ja auch sonst keine Fenster in der gesamten Wand. Sehr merkwürdig... Außerdem frage ich mich, ob da bald ein Haus wieder direkt rangesetzt und das Fenster somit zugemauert wird.
Jedenfalls könnte man im Moment beim Essen den Bauarbeitern in der Grube zuschauen, aber leider sieht das Restaurant nicht so richtig gut aus.



Montag, 27. April 2009

Zeit ist Geld



Bekanntlich ist ja am 1.Mai der Tag der Arbeit, obwohl niemand arbeiten geht. Da macht es völlig Sinn am 2.Mai den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen zu feiern. Und endlich mal wieder ne Kundgebung im Prenzlauer Berg, wo ja früher am 1.Mai regelmäßig die Wasserwerfen rumgedüst sind.
Da müsste ich ja eigentlich auch hingehen, denn ich bin arbeitslos und ich habe viel Zeit. Aber leider kann ich mich nicht mit allen Forderungen
(- gegen den Zwang der Lohnarbeit
- für ein bedingungsloses Grundeinkommen
- für Automation und Fortschritt
- für ein Miteinander ohne Ausgrenzung)
identifizieren, trotzdem man grundsätzlich nichts dagegen sagen kann.

Mehr Infos gibt es übrigens auf der Website www.geissel-der-menschheit.de, auf der es heißt: "Auch in diesem Jahr findet natürlich wieder die allseits beliebte Demonstration am internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen statt. Auch diesmal demonstrieren wir wieder gegen den Zwang zur Lohnarbeit, gegen sinnentfremdete Arbeit, gegen sinnlose Produkte, die die Menschen in die Konsumsucht und damit in die unterbezahlte Lohnarbeit treiben." Also, für alle, die es noch nicht verstanden haben: Die Geissel der Menschheit ist die Arbeit!
Aber dit Poster is super!

Pro Volksentscheid

Wie der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, ist die Pro-Reli Initiative gestern beim Volksentscheid gescheitert. Es gab wie erwartet nur eine geringe Wahlbeteiligung von 29%, denn schließlich war bombastisches Wetter. Und von denen die hingegangen sind, hat die Mehrheit sich auch noch gegen die Wahlpflichtvariante und für einen verpflichtenden Ethik-Unterricht entschieden. Interessant finde ich allerdings, dass es einen deutlichen Ost-West Unterschied in der Abstimmung gab, wie man auf folgender Grafik eindrucksvoll sehen kann. In den Westbezirken haben sich deutlich mehr Leute für Pro-Reli, also dafür, dass Religion als reguläres Unterrichtsfach eingeführt wird, entschieden. Ob das was mit dem Ausländeranteil zu tun hat oder den atheistischen Ossis... Man weiß es nicht. Außer: Es bleibt alles wie es ist.


Stimmverteilung bei der Volksabstimmung nach Bezirken. Je dunkler desto mehr waren für Pro-Reli.
Quelle: Tagesspiege
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Eben hat mir Herr C. auch noch erzählt, dass es einen Vorschlag zur Nutzung des Flughafen Tempelhofs gibt, bei dem ein riesiger Berg aufgeschüttet werden soll. Leider gibt es aber nicht so viel Material, um den Plan auszuführen. Deswegen habe ich vorgeschlagen, dass wir einen neuen Krieg brauchen, damit wir dann danach wieder einen Trümmerberg bauen können. Dazu gibt es dann bald einen Volksentscheid: Pro-Trümmerberg.

Freitag, 17. April 2009

Neon vs Nido oder Gräfe Kiez vs Helmholtzplatz

Gestern habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass im Gräfe-Kiez in Kreuzberg mittlerweile mehr los ist als im Prenzlauer Berg. Dabei bin ich doch da hingezogen, um mehr Ruhe zu haben. Aber denkste, Puppe! Vielleicht muss es doch bald wieder nach Mitte gehen, wenn erst mal das kostenlose W-Lan da ist..
Auf meinem Weg nach Kreuzberg (auf meinem hippen Rennrad mit American Apparel Schal) habe ich dann auch noch eine Werbung für ein neues Magazin gesehen. Und wie ich gerade auf SpiegelOnline las, stammt das "Nido" vom Erfinder des "Neon", welches ja trotz Zeitschriftenkrise immer noch wahnsinnige Umsätze macht. Jedenfalls ist es geschickt für das neue Nido Magazin Werbung zwischen Prenzlauer Berg und Kreuzberg zu machen, denn es ist für die neuen hippen Eltern (mit Boogaboo Kinderwagen und American Apparel Schal) gemacht. Also für die Neon Leser, die jetzt Kinder haben. Wohlgemerkt junge Kinder, denn die Zielgruppe sind Eltern mit Kindern bis 6 Jahre. Danach braucht man offensichtlich kein Magazin mehr.
Insgesamt sieht das Magazin auch wie die Neon aus: schicke Fotos, schickes Layout und Ratgeberthemen, nach denen man auch nicht mehr weiß aber sich irgendwie gut unterhalten hat. Ich würde es mir also definitv kaufen, wenn ich zur Zielgruppe gehören würde. So werde ich wahrscheinlich warten, bis es sich jemand aus der Zielgruppe gekauft hat, bzw. ein Café, im Gräfekiez oder auf dem Helmholtzplatz, welches von der Zielgruppe stark frequentiert wird, und dann heimlich reinlesen.


Fangen beide mit N an und sehen irgendwie auch gleich aus: Nido und Neon

Dies ist übrigens mein hundertster Blogeintrag gewesen. Da kann man glatt mal mit ner Bionade drauf anstoßen, finde ich.

Donnerstag, 2. April 2009

Frühlingsterror

Ach, dit Wetter. Letzte Woche habe ich noch gedacht, dass die Welt untergeht und plötzlich sind in Berlin 20 Grad angesagt. Und dann bin ich doch gestern auch direkt durch den Mauerpark gelatscht und natürlich hat mich der Berliner Frühlings-Schock übermannt. Plötzlich kommen alle aus ihren Wohnungen und sofort ist Kinderwagen-Mutti-Grill-Schüler-Studenten-Punker-Hunde-Terror auf den Straßen. Nach so langer Winter-Tristesse war das ein leichter Schock für mich. Da waren die Polizeiwannen vor dem Mauerpark dann fast beruhigend aggressiv, denn abends hat mal wieder Union Berlin im Jahn-Stadion gespielt - und direkt nebenan, in der Halle, Herr Bob Dylan. Wenn das mal nicht der berühmte Clash der Kulturen war..

Dienstag, 24. März 2009

Zwo Schrippen und nen Schusterjungen

Da fällt mir doch gleich noch was zur Süddeutschen und zum Berliner Klima ein. Nämlich folgender Artikel aus der Süddeutschen mit dem Thema "Jetzt will er Schrippen", welcher von einem Münchner handelt, dessen Kind anfängt zu Berlinern.
Die passende Antwort wurde nun von einem Autor des Lodown Magazins geschrieben. Ein Hoch uffet Berlinern! Und wieder ein Beweis, dass sich Berliner und Zugezogene noch nicht hundertprozentig zugeneigt sind.

Montag, 9. März 2009

Döner macht schöner oder krank

Ich weiß schon warum ich normalerweise nur zum Döner-Restaurant meines Vertrauens gehe, denn da schmeckt es nicht nur besser sondern ich kann auch den Rest des Tages oder der Nacht noch genießen.
Am Wochenende bin ich aber auch Opfer des Gammelfleisches (oder was auch immer) geworden und habe mir in Friedrichshain (selbst schuld) im nächtlichen Fress-Flash einen Gammeldöner eingefangen. Damit war der Sonntag gelaufen. Also, don't buy no Döner in Friedrichshain!

Für den Bezirk Pankow gibt es jetzt übrigens eine Liste im Internet, auf der alle Lokalitäten aufgeführt sind, die den hiesigen Hygienestandards nicht nachkommen, und zwar direkt von der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Selbstverständlich ist die aber schon wieder in die Kritik geraten.

Mittwoch, 25. Februar 2009

Unser Dorf soll schöner werden





Nachdem wir uns in Kreuzberg die letzten beiden Sommer mit den Baumrettern "Rettet, Rettet" (ja, das war ihr Slogan!) rumschlagen durften, gibt es jetzt wieder eine Kreuzberger Bürgerwehr. Diesmal habe ich aber sogar Verständnis für ihr Anliegen, denn die Anlieger wollen einen drogenfreien Kotti haben. Wer sich einmal durch die Unterführung am Kotti durchgeschlagen hat, weiß wovon diese Anwohner reden, denn da muß man quasi in Schlangenlinien um die Besoffenen und Junkies laufen. Angeblich wird jetzt noch die letzte öffentliche Drogen-Konsumierstelle geschlossen, so dass jetzt alle auf der Straße rumhängen müssen. Und darum geht es im Prinzip der Bürgerwehr, dass die Drogis nicht alle auf der Straße, im U-Bahnhof oder auf den Spielplätzen rumhängen. Aber wenn das tatsächlich irgendwann mal so wäre, wäre der Kotti dann noch der Kotti? Nein, und deswegen gibt es direkt noch eine Bürgerwehr gegen die Bürgerwehr, die sagt: "Junkies bleiben, Yuppies vertreiben". Ist das die Gentrifizierung?