Posts mit dem Label London werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label London werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 10. Juni 2009

Tube strike

In London streikt die U-Bahn für 48 Stunden. Da steht die Stadt Kopf! Zum Glück bin ich grade nicht da, um dieses Chaos zu erleben.
Was ich bei solchen Ereignissen aber immer lustig finde, ist, dass sich alle drüber unterhalten. Egal wie groß die Stadt ist, so Dorfklatsch übers Wetter und die öffentlichen Verkehrsmittel sind immer ein beliebtes Thema.

Man beachte übrigens auch bei dem unteren Bild, dass alle Fahrradfahrer ganz brav Helm tragen.



Quelle: Guardian

Freitag, 23. Januar 2009

tfl und die Fahrradlobby

Die öffentlichen Verkehrsmittel von London (tfl - quasi die BVG von London) machen sich seit Jahren in irgendwelchen Anzeigen für Fahrräder stark. Das ist eigentlich auch dringend notwendig, da man als Fahrradfahrer in London völlig ignoriert und damit auch mal schnell umgefahren wird. Allerdings verstehe ich trotzdem die Politik von tfl nicht, denn sie fördern ja auch nicht grade die Fahrradfahrer. In der U-Bahn und im Bus darf man sein Fahrrad selbstverständlich nicht mitnehmen. Also wenn man einen Platten hat, hat man eben Pech gehabt (es sei denn man hat ein Klapprad). Und die Fahrradwege oder Straßenränder sind auch nicht grade optimal. Also eigentlich sollten die anstatt in Werbung zu investieren eher mal ein paar Fahrradwege anlegen. Hier trotz allem der Werbeclip



via ibelieveinadv

Montag, 19. Januar 2009

In guten wie in schlechten Zeiten

Mal wieder was zur Krise...

Ich habe vor ein paar Tagen eine schöne E-Mail von einer Personalagentur aus London bekommen, bei der ich mich wohl mal beworben habe. Sie hatte folgenden Inhalt:

"Given the current uncertainty in the market we have many candidates
contacting us on a daily basis to consider what "plan b" they may have.
Such that we are able to keep you in mind for appropriate opportunities
would you be so good as to provide us with your updated remuneration
information so we can ensure appropriate briefs come your way."

Wie gut, dass ich das sinkende Schiff verlassen habe!

Außerdem schreibt die NYT heute über die wachsenden Beitrittszahlen zur Armee. Erstmals seit 2004 werden nun wieder die Recruitment-Targets erreicht und "the trend seems to be accelerating. The Army exceeded its targets each month for October, November and December". Neben der Finanzkrise soll aber auch eine neue Ausbildungsregelung, bei der die Universitätskosten nach drei Jahren Wehrdienst vom Staat übernommen werden, für den Zuwachs sorgen.
Recruitment Verantwortliche hoffen außerdem auf eine bessere Bewerberauswahl, denn:
"As casualties in Iraq mounted, the Army began luring new soldiers by increasing signing bonuses for recruits and accepting a greater number of people who had medical and criminal histories, who scored low on entrance exams and who failed to graduate from high school."

Da hat die Krise ja doch noch was gutes.

Dabei fällt mir auch wieder ein, dass wir in England auch schon mit der Army geliebäugelt haben, weil die immer so schöne Werbung im Fernsehen macht.


Sonntag, 14. Dezember 2008

Greyhound race before its over

Am Freitag sind wir einer sehr englischen Tradition nachgegangen und zum Hunderennen in Wimbledon gegangen. Die Greyhound race ist allerdings eine aussterbende Tradition und in Wimbledon befindet sich mittlerweile das letzte Stadion, in dem Hunderennen ausgetragen werden. So war die Atmosphäre auch von einer leichten Untergangsstimmung geprägt, aber auch von vielen betrunkenen Engländern.
Jedenfalls war es ein sehr lustiges Event, auch wenn wir unseren Wetteinsatz von jeweils 2 Pfund verloren haben. Und da Bilder bekanntlich mehr als Worte sagen und ich zudem mit einer sehr englischen Grippe im Bett liege, gibt es jetzt jede Menge Fotos.


Zuschauerbereich mit Blick auf die Arena


Eingangsbereich mit Blick auf die Bar


hier wird fleißig gewettet


Die Hunde waren so schnell, dass ich mich ganz schön abmühen musste ein Foto zu machen. Und meist konnte man sie auch nur erahnen.




Man kann übrigens auch ausrangierte Windhunde adoptieren und bekommt dazu ein Halsband, eine Leine und einen Futternapf!

Zur Krönung nun noch zwei Videos. Beim ersteren ist eher auf den Sound zu achten, denn die Leute flippen bei jedem Rennen ganz schön aus. Zweiteres Video zeigt die Hunde beim Zieleinlauf.




Mittwoch, 10. Dezember 2008

Bacon in Soho



Letztes Wochenende sind wir in der Abenddämmerung in Soho umhergeschlendert, und obwohl dort heute überall stylische Geschäfte und renovierte Häuser zu finden sind, kann man sich an einigen Ecken auch noch gut vorstellen, wie zwielichtig dieses Viertel wohl mal war. Enge, dunkle Gassen, Backsteinbauten und früher wohl viele halblegale Pubs und Clubs.

Bei diesem Thema muss ich auch noch mal auf einen englischen Künstler hinweisen, der mich sehr beeindruckt hat (derzeitige Ausstellung in der Tate). Francis Bacon war angeblich auch gerne in Soho unterwegs und hat sich dort seiner Spielsucht und Homosexualität (in den 50iger und 60iger Jahren noch nicht so gern gesehen) hingegeben. Heute kaum vorstellbar ist außerdem, dass er sein Atelier in South Kensington hatte, was wohl damals, ebenso wie Chelsea auch noch recht minder bemittelte Ecken in London waren (heute unbezahlbar). Unglaublich ist aber vor allem auch das Atelier von Francis Bacon, welches eher einer Müllhalde gleicht. Heute würde man sagen er ist ein Messie, oder eben ein Künstler...


Francis Bacon in seinem Atelier

Mehr Bacon und Atelier-Aufnahmen (bei ca. 3:30 Min.) in folgendem Interview:

Sonntag, 7. Dezember 2008

Golden Reindeer

Ach, es sind die kleinen Dinge, die Heimweh machen. Plötzlich ist mir klar geworden, dass es in diesem Land keine Schokoladen-Weihnachtsmänner gibt! Und wenn einem im Supermarkt nicht an jeder Ecke diese Schokoladen-Weihnachtsmänner anspringen, da kann man dann glatt auch Nikolaus vergessen.

Dafür habe ich ja dann noch dieses traumhafte Schokoladen-Rentier gefunden. Auch wenn es aussieht wie ein mißratener Osterhase, so hat es doch ein wenig Weihnachtsstimmung gebracht.





Das ist ja auch ein schönes Beispiel von glocal Marketing, welches uns Lindt da liefert. Oder gibts die Rentiere auch in Deutschland? Aber das Rentier ist ja in der englischen Weihnachtstradition auch viel fester verankert, denn Santa Claus kommt ja mit dem Rentierschlitten und nicht zu Fuß wie in Deutschland.

Apropos Rentier. Da gibts doch gleich noch mal den schönen Rentier-Weihnachtssong, der vielleicht nicht jedem bekannt ist ...


Samstag, 22. November 2008

Borough Market

Manchmal zeigt sich London von seiner besten Seite. So wie heute.
Nachdem ich mich schon geärgert habe, heute Mittag losgegangen zu sein, weil es in der U-Bahn mal wieder rappelvoll und heiß war, hat sich meine Laune dann spontan wieder aufgehellt, als ich auf dem Borough Market stand.



Und dieser ist definitiv tausendmal besser als die Harrods Food Hall, von der ja immer alle schwärmen. Überall riecht es lecker und man kann sich gar nich entscheiden, was man zuerst probieren oder kaufen möchte. Nachdem alle Bratwürste am deutschen Bratwurststand angebrannt waren, habe ich mich dazu entschieden dem englischen Döner eine Chance zu geben.

Roast Meat im Baguette. Ich habe mich fürs Schwein entschieden mit Stuffing (das ist eigentlich Füllung fürs Geflügel, glaube ich) und Apple Sauce. War nicht schlecht, wenn auch recht viel. Aber man muss ja auch den landestypischen Spezialitäten eine Chance geben.






Auf dem Foto sieht es leider ziemlich ecklig aus. Aber ohne kann man es sich so schlecht vorstellen.

Manchmel war es dann auch ein wenig gruselig auf dem Markt, aber ein bißchen Show gehört wohl dazu.


Fischstand auf dem Borough Market


Welcher Vogel darf es denn sein?

Mehr Fotos auf Flickr.

Donnerstag, 6. November 2008

Westfield

Wer es noch nicht mitbekommen hat (wahrscheinlich niemand außerhalb Londons): In London hat letzte Woche das größte innerstädtische Shopping-Center Europas aufgemacht. Die Eröffnung war wohl nicht so aufregend wie beim Alexa, aber alle reden davon. Einerseits heißt es, dass es eine denkbar schlechte Zeit wäre ein Einkaufszentrum zu eröffnen, andererseits scheinen alle hinzurennen. Was wiederum heißt, dass es in den anderen Geschäften kaum noch Kunden gibt. Aber das wird sich wohl nach einiger Zeit auch wieder einpendeln. Ich war persönlich noch nicht da, aber da wird sich zum Weihnachtshopping bestimmt mal eine Gelegenheit ergeben.


Ja, es ist wirklich riesig!


Mmh...

Mittwoch, 5. November 2008

Malties & Marmite

Jetzt kommt mal wieder eines meiner Lieblingsblogthemen: Produkte, die es nur im Ausland gibt. Heute mit Malties und Marmite.

Die Malties stehen eher stellvertretend für die tausendmal größere Produktauswahl von Cornflakes, die alle großartig aussehen, wenn sie im Geschäft stehen. Auch bei den Malties hat mich vor allem die Verpackungsgestaltung überzeugt. Am Ende schmecken die Cornflakes leider alle relativ gleich, nämlich nach sehr wenig. Aber gut, Abwechslung muss sein.



Zweites Produkt des Tages ist das Marmite, welches normalerweise als so eine Art Aufstrich bekannt ist. Leider weiß man nicht so ganz was es sein soll, auch wenn auf der Packung Yeast Extrakt, also Hefe Extrakt, steht. Das schwarz-schmierige Zeug ist recht gewöhnungsbedürftig und kann kaum definiert werden. Deswegen lautet der Marmite Werbeslogan auch: "You either love it or hate it". Das trifft es genau auf den Punkt. Ich kenne Marmite noch aus Neuseeland, wo es echt groß war. Jetzt bin ich ihm wieder begegnet und habe einen erneuten Test mit den Marmite Breadsticks gemacht. Erst dachte ich: mmh, schmecken nach gar nichts. Aber dann hatte ich ungefähr 2 Stunden einen intensiven Marmite-Geschmack im Mund. Das Zeug hat es echt in sich. Aber es ist ein guter Weg, um sich an Marmite heranzuwagen, wenn man das denn möchte.





Hier noch die Marmite Werbung, quasi mit Gebrauchsanweisung:

Sonntag, 2. November 2008

English Lunch



Gestern habe ich mal das tolle Sainsburys Angebot wahrgenommen und habe ein typisch englisches Mittagsmenü gekauft (welches ich dann im bereits vorgestellten Personalraum gegessen habe). Dieses besteht in diesem Falle aus einem Egg&Cress Sandwich (also Ei-Kresse-Mayo-Pampe auf labberigen Toastbrot), einer Tüte Salt & Vinegar Crisps (natürlich die kleine englische Packung, die es in Deutschland gar nicht gibt) und einem Orangensaft (den mir mein Allergie-Berater ja verwehren würde, aber sonst hätte ich ne Cola nehmen müssen). Insgesamt sehr ausgeglichen und doch auch lecker. Da kann man nisch meckern!

Ansonsten möchte ich doch noch ein paar Bemerkungen zu meiner derzeitigen Tätigkeit machen. Erstens bin ich das erste mal in meinem Leben der Schichtarbeit ausgesetzt, was ganz schön anstrengend ist, dafür aber irgendwie auch abwechslungsreich (zumindest kein 9 to 5 Job!). Zweitens stelle ich mir Fragen zur Personalstruktur eines solchen Ladens und ob diese normal ist, oder nur in diesem speziellen Laden (in Knightsbridge, quasi neben Harrods) so aussieht. Denn erst mal sind die Hälfte aller Angestellten Ausländer (was in London verständlich ist) und dann sind aber auch ganz schön viele Tip-Top ausgebildet, d.h. Studenten oder studierte Leute (Juristen, BWLer, Wikos..). Das hätte ich nicht gedacht und ich frage mich, was machen die alle in einem solchen Laden (und es sind nicht alle nur übergangsweise da)? Es können jedenfalls nicht alles Verzweiflungstaten sein. Aber in England wird auch aus jedem Job ein Riesending gemacht und da muss man als Store-Manager möglichst auch studiert haben (was ist dann wiederum egal).

Was mich übrigens gerade am meisten nervt ist, dass jeden Tag die gleiche Musik im Laden läuft. Als ob es nicht genügend Musik geben würde... Das ist schrecklich! Vor allem weil ich immer zuhören muss beim Jeans falten.

Samstag, 18. Oktober 2008

Art-Madness in London

Es ist Kunstmesse in London - und das ist zu spüren. Zumindest in meinem Leben (komischerweise).



Die hiesige Messe nennt sich "Frieze" und geht morgen ihrem Ende zu. Ich durfte mir heute, aufgrund einer Freikarte (denn sonst muss man 25 Pfund hinblättern), einen Eindruck verschaffen. Das war im Prinzip nicht schlecht, aber es war wahrscheinlich erst mal meine letzte Kunstmesse, es sei denn ich werde mal reich und Kunstsammler oder arbeite zufällig im Kunstbusiness. Denn für genau diese Leute ist das Ding nämlich gemacht. Aber natürlich möchte auch die allgemeine Öffentlichkeit am Fame teilhaben, weshalb die Messe am Wochenende für Besucher geöffnet ist. Diese tummelten sich dann heute auch in Scharen in den Frieze-Zelten im Regent's Park. Mit hunderten von Leuten schländert oder drängelt man sich also durch den aktuellen Kunstmarkt, welchen man aufgrund der Fülle natürlich kaum erfassen kann. Also geht es eher darum da zu sein.
Womit ich mich dann auch eher darauf konzentriert habe, die anwesenden Leute zu beobachten, was nämlich fast interessanter als die Kunst war. Viele Wannabees, einige sehr reich aussehende Leute (obwohl ich ja gelernt habe, dass die großen Sammler nicht am Wochenende kommen) und selbstverständlich nur Individuen. Übrigens sehen die Leute von den Galerien auch alle sehr ähnlich aus, nämlich junge Frauen mit künstlerischem Touch. Dafür was es wirklich sehr international und ich habe auch viel deutsch gehört (was ja immer komisch ist, wenn man im Ausland ist).

Habe allerdings auch vernommen, dass die Verkäufe dieses Jahr nicht so gut gelaufen sind, was wohl auf die Finanzkrise zurück zu führen ist. Vielleicht wird ja jetzt der große Kunst-Boom auch ein wenig kleiner und platzt bald wie die Immobilienblase... Aber ich will ja keine Horror-Szenarien an die Wand malen.


Haufenweise Menschen drängen in die Frieze-Zelte


Ungewöhnlich für ein Messe, aber es gab auch keine Give-Aways.
Dafür das Gefühl dabei zu sein.

Neben der Messe versuchen viele Galerien aber auch noch durch tolle Nebenveranstaltungen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, weshalb ich diese Woche dann auch noch bei zwei Galerieeröffnungen war. Absurderweise hatte ich das Gefühl, dass bei beiden Veranstaltungen ungefähr gleich viele Leute da waren, nur leider die Maßstäbe der Galerien bzw. Showrooms sehr unterschiedlich:


Temporary Showroom von der Galerie Jan Wentrup,
leider ein wenig zu groß geraten für die wenigen Besucher



Der Raum ist so groß wie er aussieht, nämlich sehr klein;

Galerie Sutton Lane (die Leute standen alle vor der Tür)

Insgesamt ist mir mal wieder klar geworden, dass es wirklich primär darum geht zu verkaufen. Kunst also auch nur ein Business ist, wenn auch ein sehr spezielles. Und mein Business ist es wohl nicht so ganz. Obwohl - wenn ich reich wäre würde ich wahrscheinlich auch Kunst sammeln.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Klimawandel in London

Diese Stadt ist unberechenbar! Jetzt ist es im Oktober doch fast wärmer als im August..Mal schauen, was uns sonst noch erwartet...

Freitag, 26. September 2008

Tesco oder Sainsbury's - das ist hier die Frage

Ja, es ist fast so essentiell wie Hamlets "to be or not to be"! Sage mir wo du einkaufst und ich sage dir wer du bist.
Im Prinzip gibt es hier zwei große Supermarktketten, die den Markt bestimmen: Tesco und Sainsbury's. Und entsprechend gibt es eingefleischte Fans beider Seiten. Argumentiert wird dabei vor allem mit Preisen und Angebotstiefe. Ausschlaggebend ist natürlich am Ende die Sympathie, denn eigentlich unterscheiden sich die Ketten kaum.




Viel wichtiger ist nämlich die Ladengröße, denn je größer desto breiter ist das Angebot und desto günstiger kann man einkaufen, denn in den riesigen Geschäften gibts die tollen Eigenmarken, die an ansprechenden Produktbildern und schicken Verpackungen sparen, aber meist sehr gut sind (manchmal dann auch nicht) und sehr günstig. Und da wir im Moment eher zu Sainsbury's tendieren, stehen bei uns im Schrank immer toll weiß-orangene Produkte. Apropos tolle Verpackungen, hier gibts richtig viel schön zurecht geschnitte Obst und Gemüse Potpourris für ganz schön viel Geld.



Übrigens gibt es auch Aldi und Lidl, der aussieht wie überall, denn auch in England sind die Lebensmittelpreise drastisch angestiegen und damit auch die Nachfrage nach Discountern. Aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, das es wirklich billiger war. Dafür habe ich ne deutsche Brotbackmischung erstanden!

Freitag, 19. September 2008

West London und die Rezession

Jetzt teilen also auch 5000 Londoner Banker unseren Zustand, ja den der Arbeitslosigkeit. Ich glaube so richtig wollte es ja niemand wahr haben, aber jetzt ist auch in London die Rezession angekommen. Und so richtig möchte man es noch immer nicht wahrhaben, denn die Banker finden wahrscheinlich schnell wieder einen Job.

Trotz alledem haben wir uns nicht davon abbringen lassen, die teuersten Bezirke der Stadt aufzusuchen. Erst mal waren wir in Chelsea und haben direkt eine deutsche bakery gefunden. Da haben wir dann auf englisch von der vermutlich deutschen Verkäuferin ein bavarian darkbread und natürlich eine pretzel erstanden. War beides sehr lecker (aber natürlich auch viel zu teuer).



Heute habe ich noch mal das gute Wetter genossen (Wahnsinn, noch ein Tag Sonnenschein!) und bin nach Notting Hill geradelt. Und nein, ich habe nicht Hugh Grant getroffen. Dafür dieses schöne Panorama gemacht (bitte raufklicken zum vergrößern). Man sieht es wird schon fleißig vor dem Pub getrunken. Ist ja schließlich auch Freitag Nachmittag.



Das mit den schicki-Bezirken kommt übrigens daher, dass wir ja in West-London wohnen und Fulham umzingelt ist von den teuren Gebieten, also Chelsea, Kensington, Knightsbridge und Notting Hill. Zugegebenermaßen ist Fulham auch nicht grade die billigste Ecke. Naja und in ganz West London merkt man sowieso nix von der Rezession, so viele teure Autos wie hier rumfahren...

Sonntag, 14. September 2008

Biking in the sun



Dieses Wochenende war nun endlich mal gutes Wetter in London. Und was das ausmacht! Da steigt gleich die Stimmung und die Ausflugsfreude. Also haben wir uns auf unsere Räder geschwungen und sind zum Southwark-Centre gefahren, wo ein Teil des gerade stattfindenden Design-festivals zu sehen war. Das Festival war zwar nicht so aufregend und hat sich auch mit dem Thames-festival (Volksfest) vermischt, aber dafür haben wir dann in der Sonne auf der Terrasse rumgehangen und das Treiben beobachtet. In London ist immer erstaunlich viel los und überall trifft man auf Menschenmassen. Das ist zum Teil ganz schön stressig und zum Teil auch ganz schön aufregend, denn es wird nie langweilig. Außerdem wird am Samstag Nachmittag auch schon fleißig getrunken. Zumindest die, die es sich leisten können, denn auf der Terrasse des Southwark Centres kostete ein Glas Wein (0,15 l vielleicht) ca. 4 Pfund. Na denn Prost!





Neben den vielen Menschen ist London auch in seinen Entfernungen extremer als Berlin, denn durch die vielen Reihenhäuser zieht sich die Stadt ohne Ende. Da überlegt man sich zehn mal, ob man mal eben irgendwo hin fährt. Noch dazu mit dem Fahrrad, was sowieso waghalsig ist, denn die Londoner können offensichtlich nicht Auto fahren und ob es Verkehrsregeln gibt, ist auch noch nicht so ganz klar. Aus diesem Grund trage ich jetzt auch Helm, was hier aber nicht so ungewöhnlich ist. Dafür sieht man viel von der Stadt und spart sich ein U-Bahn-Ticket, was bedeutet, dass man sich am Ende noch einen Kaffee kaufen kann! Der neueste Trend sind übrigens Atemmasken für Fahrradfahrer!

Wem das jetzt alles zu wirr wahr, kann sich auch lieber noch mehr Fotos ansehen, die es übrigens auf meiner Flickr-Seite gibt und wenn ihr Flickr-Mitglied seid und meine Freunde werdet, gibts auch Fotos von uns zu sehen.

Samstag, 6. September 2008

Running in the rain

Ich muß sagen, dass mich die Themse an die Isar in München erinnert. Aber irgendwie erinnert einen ja alles an irgendwas. Ist jedenfalls sehr schon zum Joggen gehen, was ich gerade mal machen musste, um dem Trubel in unserem Haus zu entgehen.
Leider sind wir immer noch nicht in unser neues Zimmer gezogen, da sich die Bauarbeiten im Nachbarhaus noch hinziehen. In der Zwischenzeit sind hier aber noch mehr Leute eingezogen, plus Besuch, womit hier grade 12 Leute im Haus sind. Und natürlich unser Vermieter, der hier gerne durchs Haus rennt. Alles ein bißchen viel grade, vor allem da wir ja direkt neben der Küche schlafen und da alle durchrennen. Aber da müssen wir wohl durch und uns weiter abhärten. Wir hoffen, dass es dann nächste Woche mit dem Zimmer klappt. Ich hoffe nur, das wird nicht wie in Italien, wo ich eigentlich auch schon zu Beginn meines Aufenthalts in das "neue Wohnheim" sollte und bis zum Ende nicht umgezogen bin. Jedenfalls ist die Stimmung im Haus grade nicht so toll und alle sind ein wenig genervt von der Situation und ständig werden Diskussionen zum Umzugs-/Hausthema geführt, was mich auch wiederum an Italien erinnert.

Um noch mal aufs Joggen zurück zu kommen: ich weiß jetzt, warum die Engländer so schnell joggen - es fängt nämlich auf jeden Fall irgendwann an zu regnen und da muss man schneller wieder zu Hause sein. Obwohl die Engländer den Regen eh viel mehr hinzunehmen scheinen. Ist ja auch normal für die.

Donnerstag, 4. September 2008

Yuppi!

Endlich Internet zu Hause. Es geht voran. Jetzt können wir endlich wieder den ganzen Tag auf Jobsuche gehen.

Donnerstag, 21. August 2008

U-Bahn Stau

Als super Power-Blogger schreckt man ja vor nichts zurück, um ins Netz zu kommen. Im Moment sitze ich nämlich schön bei McDonalds und halte mich an meinem Wasser fest, was übrigens teurer als eine Cola ist, denn hier gibt es umsonst WLAN. Nur Strom gibts nicht noch dazu, weshalb man einen starken Laptop-Akku braucht.

Und da muss ich mich auch noch über die Londoner U-Bahn beschweren, in der wir gestern Abend ungefähr 2 Stunden (one way) festsaßen. Nicht das hier nicht sowieso alles ewig dauert, nein dann fällt die U-Bahn auch gerne mal aus und man sitzt in einem stickigen Tunnel fest. Und das kostet dann unglaublich viel Geld. So ist das in London. Irgendwo sind sie uns voraus und dann wieder gefühlte Jahrhunderte im Rückstand.

Fulham - Meine neue Heimat

Wohnung gefunden!!!!

Jippee, nach einer Woche Löcher angucken, haben wir jetzt unser Traumhaus gefunden. Und es gibt in London schöne, renovierte Häuser. Und in einem wohnen wir ab sofort. Noch ist es ein wenig Baustelle, weshalb ich auch noch nicht unser Doppelzimmer posten kann, da wir dieses erst ab September beziehen können. Aber das Zimmer in der ersten Etage wird uns gehören! Und eine saubere Küche sowie mehrere saubere Bäder. Jetzt müssen wir uns nur noch an das WG-Leben gewöhnen, denn mit uns werden wir dann 9 Leute im Haus sein.

Naja, und bezahlen müssen wir den Spaß natürlich auch, denn unser Zimmer ist mehr als doppelt so teuer als unsere Wohnung in Berlin. Job-Angebote und Spenden sind also herzlich willkommen.





Das Haus befindet sich übrigens in Fulham, einer sehr schönen Gegend und nur 2 Minuten bis zur Themse.

Montag, 11. August 2008

Villa Bianca vs. Eastern Promises



Bei der engen Straße (und dem kleinen Haus) nimmt man sofort seine Umgebung viel mehr wahr. Direkt gegenüber befindet sich zum Beispiel die Villa Bianca, ein italienisches High-class-Restaurant. Und da ist immer was los. Morgens wird bestimmt 5 Minuten die Klinke geputzt, dann schimpft der Chef mit den Angestellten, am Wochenende wird noch auf dem Klavier geklimpert und dann kommen haufenweise poshy Gäste, die auch gerne vor die Tür zum Rauchen gehen. Sehr interessant!
Ich schwanke die ganze Zeit zwischen diesem Hitchcock-Film wo der Mann aus dem Fenster einen Mord beobachtet und Eastern Promises (wg. London, schicket Restaurant, Familienclan und so). Und wenn ich morgens aufwache bin ich sehr irritiert, weil ich nicht weiß wo ich bin, denn vor der Tür wird ja italienisch gesprochen.