Das Productplacement ist nun auch in der Kunstszene angekommen. Noch nicht im Kunstwerk selbst, aber BMW sponsert jetzt die Videoreihe "Art Expedition", um seinen neuen Gran Turismo zu bewerben. Die Idee: ein Künstler und ein Kunstsammler treffen sich in einer Stadt und zeigen sich ihre Lieblings-Kunst-Orte. Zu diesen werden sie natürlich im BMW Gran Turismo chauffiert. Erinnert sehr stark an "Durch die Nacht mit..." von Arte, was ich hier ja auch schon einmal vorgestellt habe. Bisher ist nur ein Video (natürlich in Berlin gedreht) erschienen. Dieses fand ich aber gar nicht schlecht und ich würde gerne auch mehr Filme sehen. Und das Auto wird auch nicht zu stark präsentiert. Erstmal gelungen also... Die WuV (Werben und Verkaufen ist die Fachzeitschrift für alle Werber) schreibt übrigens, dass die Zielgruppe für den Gran Turismo Freischaffende wie Ärzte und Architekten sind, weswegen das Thema auch so Art-lastig ist.
Und es ist Halbzeit im Ausbeutungs-Praktikum. Vielleicht kriege ich auch so ein schönes T-Shirt, wie die Praktikanten einer großen New Yorker Werbeagentur...
Passt ja auch zum neuen Trend der Laufmaschen-Strumpfhosen.
Da sich mein Blog derzeit immer mehr zum Werbeblog entwickelt, werde ich damit auch weiter machen. Heute gibts wieder einen tollen Trend, nämlich: interaktive Youtube-Videos sind der neue heiße Scheiß! Und damit ihr Euch nicht direkt langweilt, gibts auch zwei schöne Beispiele. Ersteres zum Thema "Stabbing", was ja beliebtes, aber illegales Hobby in England ist, weshalb die englische Polizei dieses Abschreckungsvideo in Auftrag gegeben hat. Schön finde ich hier übrigens auch die Londoner Council-Housing-Tristesse und den Proll-Dialekt. (Tipp: hier kann man selber mal richtig stabben mit Blut und so)
Zum zweiten gibts auch noch was fürs Illustratoren-Herz (gleich zwei Trends in Einem) - und wie sollte es anders sein kommt das Beispiel von einer amerikanischen Werbeagentur, die ihre Website komplett als Youtube-Video spielt (also es gibt auch keine andere Website).
Eine Werbeagentur macht für sich selbst Werbung, und zwar mit ihren 5 Cannes Lions, der höchsten Auszeichnung, die es in der Werbung geben kann. Fast so toll wie die normalen Filmfestspiele von Cannes, nur mit ganz vielen Werbern und wertlosen Löwen als Trophäen.
Wenn man in der Werbung arbeitet, macht man sich ja unweigerlich auch mehr Gedanken über Werbung. Und schnell kommt die Frage auf: Was ist gute und was ist schlechte Werbung? Kann man mal wieder nicht pauschal beantworten (ja, die tollen rhetorischen Fragen) und ist wahrscheinlich auch ein Thema, welches Werber ein Leben lang begleitet.
Diese Woche kam der neue Vodafone-Werbespot heraus und wurde weitestgehend zerrissen. Von den Werbern, weil es "sooo 2008" und "schlecht produziert" ist, von den Medien, weil "die Botschaft zu kryptisch und unverständlich" ist und von den Bloggern weil sie sich als Bloggergemeinde verkauft fühlen und sich deswegen über die Dreistigkeit dieses Vorhabens lustig machen müssen. Fraglich ist nur: Was denkt der normale Fernsehzuschauer? Wahrscheinlich nicht mehr als: "mal wieder ein 0/8/15 Mobilfunkanbieter-Spot".
Aber noch mal zum Inhalt: Vodafone möchte in seiner neuen Kampagne nämlich die "Generation Upload" ansprechen und featured deswegen in seinem Spot Leute, die sich im Web einen Namen gemacht haben bzw. über das Web groß geworden sind. Aber genau hier liegt das Problem, denn kaum jemand, selbst wenn man sich viel im Web aufhält, kennt diese Leute und im Spot werden sie nicht vorgestellt. Heißt: wenn man den Spot sieht, denkt man es wären eben irgendwelche Leute, die Vodafone Produkte nutzen, was schade ist, denn die Idee ist ja grundsätzlich gut und passt auch zu einem Mobilfunk-/Internetanbieter.
Soviel zur eigentlichen Qualität des Spots. Auf der anderen Seite fühlt sich die Bloggergemeinde verarscht (wie z.B. hier) und wirft dem Blogger Sascha Lobo, der auch im Spot auftaucht, vor, dass er sich dem Komerz verkauft habe. Und hier sind wir auch an dem Punkt, an dem man sich mal über die Bloggergemeinde aufregen darf, denn diese nimmt sich meiner Meinung doch sehr wichtig. Die digitale Bohème fühlt sich dem Mainstream technisch überlegen und merkt gar nicht, dass sich somit selbst ausgrenzt und vom Mainstream belächelt wird. Sicherlich sollte man sich heutzutage mit neuen digitalen Entwicklungen beschäftigen, aber wenn man nicht daran glaubt, dass Twitter die Welt verändern wird, heißt das noch lange nicht, dass man ein unintelligenterer oder ignoranter Mensch wäre. Und dass sich ein Lobo für Vodafone hergibt, leutet noch lange nicht das Ende des unabhängigen Internets sein. Außerdem ist das Internet schon lange im Mainstream angekommen, da muss man sich eben etwas anderes suchen, um wieder Underground zu sein.
Den Spot möchte ich natürlich nicht vorenthalten:
Man beachte übrigens: "Red is where the action is"
Gut, Tennis mag derzeit nicht das heisseste Thema der Welt sein, aber es ist doch ein tolles Phänomen. Außerdem gibt es nach langer Flaute endlich wieder echte große Tennisstars. Diese heißen Roger Federer (Schweiz) und Rafael Nadal (Spanien). Diese beiden Herren führen seit Jahren die Weltranglisten an und spielen in regelmäßigen Abständen gegeneinander in den großen Finalspielen dieser Welt. Das ist schon kurios, dass sich zwei Menschen auf dieser Welt so krass vom Rest abheben, sich aber gegenseitig nicht übertrumpfen können (und von Doping im Tennis ist noch immer nicht die Rede).
Letzte Woche hat Herr Federer nun erneut Wimbledon gewonnen und ist damit auf dem Weg zu einem der größten Tennisspieler aller Zeiten zu werden. Da widmet ihm dann auch die Firma Rolex so eine schöne Glückwunsch-Anzeige in der FAZ. Ich frage mich allerdings, ob er die schicke Rolex tatsächlich zur Preisverleihung getragen hat, oder ob die später per Photoshop reinmontiert wurde. Jedenfalls sei ihm seine Rolex und auch der Trainingsanzug mit den golden eingestickten Initialen gegönnt, obwohl man sagen könnte, dass der Wettbewerb unfair war, denn Nadal hatte sich für Wimbledon krank gemeldet. Wer wird es wohl beim nächsten Mal schaffen ... hach, ist fast so spannend wie die Frage, welche Bank als nächstes Pleite gehen wird.
Bevor ihr es bald nicht mehr hören könnt, gebe ich auch noch meinen Senf dazu ab.
Naja, eigentlich wollte ich nur einen Song einspielen, der sonst wohl nicht in den Remember-Charts auftaucht. Insgesamt muss man sagen: immerhin hat es dann doch ein kurzes Ende genommen.
Ich frag mich auch, wieviele Michael Jackson Songs heute abgespielt werden. Bei uns im Büro wird der Herr heute jedenfalls ordentlich gefeatured.
In London streikt die U-Bahn für 48 Stunden. Da steht die Stadt Kopf! Zum Glück bin ich grade nicht da, um dieses Chaos zu erleben.
Was ich bei solchen Ereignissen aber immer lustig finde, ist, dass sich alle drüber unterhalten. Egal wie groß die Stadt ist, so Dorfklatsch übers Wetter und die öffentlichen Verkehrsmittel sind immer ein beliebtes Thema.
Man beachte übrigens auch bei dem unteren Bild, dass alle Fahrradfahrer ganz brav Helm tragen.
Habe gerade in der W&V gelesen, dass das Hamburger Abendblatt Leute entlassen will, was ja in den heutigen Zeiten nicht unbedingt etwas besonderes ist. Aber die Formulierung für den Entlassungsgrund finde ich schon sehr hart: "Im Zusammenhang mit dem Umbau machen in der Branche Spekulationen über Kündigungen die Runde: Mehr als 20 Stellen sollen eingespart werden – einem Bericht der "Hamburger Morgenpost" zufolge soll es sich in erster Linie um "Underperformer" handeln, die "nicht mehr die erwünschte Leistung bringen"."
Da muss man aber aufpassen, dass man nicht plötzlich zum "Underperformer" wird. Diese gruselige Wirtschaftssprache passt auch wieder zu den Zukunftsprognosen, in denen es auf dem Arbeitsmarkt immer schnelllebiger und leistungsorientierter werden soll. Ha, da heißt es warm anziehen für die Zukunft! Dafür ergeben sich jetzt auch neue Schimpfwörter: "Ey, Du bist voll der Underperformer!"
Ja, ja man merkt es an der stetig sinkenden Zahl meiner Blogeinträge, dass ich mich nun seit einem Monat wieder als Praktikant ausbeuten lasse, denn plötzlich habe ich keine Zeit mehr. Diesmal darf ich in einer großen, namhaften Werbeagentur für wenig Geld arbeiten. Den Namen werde ich vorsichtshalber mal verschweigen, denn sonst werde ich noch wegen Rufmord verklagt. Etwas, dass ich schon gelernt habe.
Was ich sonst noch so in meinem ersten Monat gelernt habe: - Eine Bindemaschine bedienen. - Buchhaltungsnummern erstellen und abrechnen. - Mit einem Mac arbeiten (teilweise zumindest). - Ständig Leute anrufen, die ich nicht kenne, um sie um etwas zu bitten. - Dass es völlig ok ist Leuten auf die nerven zu gehen. - In der Agentur gibt es kein Zeitmanagement. - Nachts um 10 Uhr Sushi bestellen ist nicht so cool wie es sich anhört. - Nachts um 1:00 Uhr ein Taxi nehmen, wiederum schon.
Und natürlich die ganzen anderen Dinge, die einem nie so explizit auffallen, wie z.B. was bei einem Pitch so passiert, wer für was verantwortlich ist, wie die Leute miteinander umgehen und was noch so alles in einer Werbeagentur passiert. Wenn mich allerdings jemand fragt, was ich den ganzen Tag mache, kann ich es auch nicht wirklich sagen, aber es ist krass stressig! Vielleicht wird aus mir doch noch ein richtiger Werber - mein Nasenbluten am ersten Arbeitstag lässt ja schon hoffen!
Ach ja, die meisten der zahlreichen Praktikanten sind übrigens wie ich mit ihrem Studium fertig und hoffen irgendwie alle auf eine Übernahme, die es aber sehr wahrscheinlich nicht geben wird. Brave new world!
Dafür gibt es jetzt aber schon mal eine sehr obskure Werbung für Adobe, bei der ich weder weiß was sie soll, noch ob ich sie gut oder schlecht finden soll:
In Berlin wird ja ständig irgendwo gebaut und da entstehen mitunter komische Bilder, wie dieses hier. Ich frage mich wirklich, wie das Fenster des China-Restaurants in diese Wand kommt. Daneben klafft direkt eine tiefe Baugrube und es sieht auch so aus, als ob da vorher ein Haus an der Wand stand. Gibt ja auch sonst keine Fenster in der gesamten Wand. Sehr merkwürdig... Außerdem frage ich mich, ob da bald ein Haus wieder direkt rangesetzt und das Fenster somit zugemauert wird. Jedenfalls könnte man im Moment beim Essen den Bauarbeitern in der Grube zuschauen, aber leider sieht das Restaurant nicht so richtig gut aus.
Keine Angst, ich stelle nicht schon wieder ein neues Magazin vor. Nein, denn das "sportslife" ist eigentlich ein verkappter Katalog von Intersport. Und die zwei Herren auf der Frontseite machen eigentlich Werbung für Adidas. Das ist auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, dass der Magazin-Stil für Werbemittel voll im Trend liegt.
Erwähnenswert sind in diesem Fall aber auch die Adidas-Werbeträger, die "Huberbuam", sprich die zwei Huber Brüder, die ganz große Stars im Speed-Freeclimbing sind und jetzt offensichtlich für Adidas Werbung machen dürfen, was heißt, dass sie auf jeden Fall einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben. Das liegt wohl auch an der Dokumentation "Am Limit", bei der die Beiden bei einem Weltrekordsversuch im Yosemite Nationalpark gefilmt werden. Die Doku ist definitv sehenswert und für Leute mit Höhenangst auch ein wenig schmerzhaft.
Trailer "Am Limit"
Ein anderer Dokumentarfilm, der übrigens auch sehr sehenswert ist, ist "Workingsman's Death". Es ist nicht grade ein Feelgood-Movie, aber danach weiß man es mal wieder zu schätzen, wie gut es einem doch geht.
Hier eine schön obskure Scrabble-Werbung. Manche Dinge, wie z.B. Scrabble, sind wahrscheinlich nicht kaputt zu kriegen. Aber Scrabble ist auch eines der wenigen Spiele die ich als Spielehasser gut finde. Also falls es jemand hat, würde ich es mir gerne mal ausleihen.
Übrigens liegt Scrabble voll im Trend mit animierten Zeichnungen als Werbeelemente, was ja auch O2 gerade in seiner Werbung featured. Und für ne Telefon-Werbung ist sie ganz schön gut geworden.
Bekanntlich ist ja am 1.Mai der Tag der Arbeit, obwohl niemand arbeiten geht. Da macht es völlig Sinn am 2.Mai den Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen zu feiern. Und endlich mal wieder ne Kundgebung im Prenzlauer Berg, wo ja früher am 1.Mai regelmäßig die Wasserwerfen rumgedüst sind. Da müsste ich ja eigentlich auch hingehen, denn ich bin arbeitslos und ich habe viel Zeit. Aber leider kann ich mich nicht mit allen Forderungen (- gegen den Zwang der Lohnarbeit - für ein bedingungsloses Grundeinkommen - für Automation und Fortschritt - für ein Miteinander ohne Ausgrenzung) identifizieren, trotzdem man grundsätzlich nichts dagegen sagen kann.
Mehr Infos gibt es übrigens auf der Website www.geissel-der-menschheit.de, auf der es heißt: "Auch in diesem Jahr findet natürlich wieder die allseits beliebte Demonstration am internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen statt. Auch diesmal demonstrieren wir wieder gegen den Zwang zur Lohnarbeit, gegen sinnentfremdete Arbeit, gegen sinnlose Produkte, die die Menschen in die Konsumsucht und damit in die unterbezahlte Lohnarbeit treiben." Also, für alle, die es noch nicht verstanden haben: Die Geissel der Menschheit ist die Arbeit! Aber dit Poster is super!
Wie der ein oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, ist die Pro-Reli Initiative gestern beim Volksentscheid gescheitert. Es gab wie erwartet nur eine geringe Wahlbeteiligung von 29%, denn schließlich war bombastisches Wetter. Und von denen die hingegangen sind, hat die Mehrheit sich auch noch gegen die Wahlpflichtvariante und für einen verpflichtenden Ethik-Unterricht entschieden. Interessant finde ich allerdings, dass es einen deutlichen Ost-West Unterschied in der Abstimmung gab, wie man auf folgender Grafik eindrucksvoll sehen kann. In den Westbezirken haben sich deutlich mehr Leute für Pro-Reli, also dafür, dass Religion als reguläres Unterrichtsfach eingeführt wird, entschieden. Ob das was mit dem Ausländeranteil zu tun hat oder den atheistischen Ossis... Man weiß es nicht. Außer: Es bleibt alles wie es ist.
Stimmverteilung bei der Volksabstimmung nach Bezirken. Je dunkler desto mehr waren für Pro-Reli. Quelle: Tagesspiegel
Eben hat mir Herr C. auch noch erzählt, dass es einen Vorschlag zur Nutzung des Flughafen Tempelhofs gibt, bei dem ein riesiger Berg aufgeschüttet werden soll. Leider gibt es aber nicht so viel Material, um den Plan auszuführen. Deswegen habe ich vorgeschlagen, dass wir einen neuen Krieg brauchen, damit wir dann danach wieder einen Trümmerberg bauen können. Dazu gibt es dann bald einen Volksentscheid: Pro-Trümmerberg.
Gestern habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass im Gräfe-Kiez in Kreuzberg mittlerweile mehr los ist als im Prenzlauer Berg. Dabei bin ich doch da hingezogen, um mehr Ruhe zu haben. Aber denkste, Puppe! Vielleicht muss es doch bald wieder nach Mitte gehen, wenn erst mal das kostenlose W-Lan da ist..
Auf meinem Weg nach Kreuzberg (auf meinem hippen Rennrad mit American Apparel Schal) habe ich dann auch noch eine Werbung für ein neues Magazin gesehen. Und wie ich gerade auf SpiegelOnline las, stammt das "Nido" vom Erfinder des "Neon", welches ja trotz Zeitschriftenkrise immer noch wahnsinnige Umsätze macht. Jedenfalls ist es geschickt für das neue Nido Magazin Werbung zwischen Prenzlauer Berg und Kreuzberg zu machen, denn es ist für die neuen hippen Eltern (mit Boogaboo Kinderwagen und American Apparel Schal) gemacht. Also für die Neon Leser, die jetzt Kinder haben. Wohlgemerkt junge Kinder, denn die Zielgruppe sind Eltern mit Kindern bis 6 Jahre. Danach braucht man offensichtlich kein Magazin mehr. Insgesamt sieht das Magazin auch wie die Neon aus: schicke Fotos, schickes Layout und Ratgeberthemen, nach denen man auch nicht mehr weiß aber sich irgendwie gut unterhalten hat. Ich würde es mir also definitv kaufen, wenn ich zur Zielgruppe gehören würde. So werde ich wahrscheinlich warten, bis es sich jemand aus der Zielgruppe gekauft hat, bzw. ein Café, im Gräfekiez oder auf dem Helmholtzplatz, welches von der Zielgruppe stark frequentiert wird, und dann heimlich reinlesen.
Fangen beide mit N an und sehen irgendwie auch gleich aus: Nido und Neon
Dies ist übrigens mein hundertster Blogeintrag gewesen. Da kann man glatt mal mit ner Bionade drauf anstoßen, finde ich.
Heute gibts mal wieder was von der Werbefront, nämlich ein gutes und ein schlechtes Beispiel.
Zur Einstimmung das positive Beispiel, welches sogar mit einer Radiowerbung punkten kann - Die Bionade. Diese bewirbt ihre neue Sorte Quitte mit Marktforschungsszenarien, wie folgenden und das funktioniert sogar ganz wunderbar im Radio.
Ich frage mich, ob es zur Einführungsstrategie gehört das Produkt massiv zu bewerben und dann nicht in den Verkauf zu bringen. Bei mir hat es jedenfalls gewirkt, denn die Spannung war groß. Gestern habe ich nun endlich meine erste Quitten-Bionade probiert. Ich fand es schmeckte irgendwie nach Sauna, Herr C. fand es schmeckt nach Pfefferminztee mit Zitrone. Aber auf jeden Fall sehr erfrischend. Da haben wir ja wieder was, woran wir uns in diesem Sommer gewöhnen können.
Bionade Quitte - Werbung
Achso, es gibt sogar ne Website zur Bionade-Quitte, auf der man noch mehr Filme und Facts zur Quitte finden kann.
So, nun zum zweiten Werbebeispiel des Tages - Nivea for Men. Ich finde es ja nicht schlimm, dass Männer sich auch um ihre Falten kümmern können, aber dass man dafür so plumpe Werbesprüche nimmt... Habe ich übrigens letzte Woche am Münchner Hauptbahnhof gesehen, der mit den Nivea Plakaten geradezu gepflastert war.
"Für Falten ist der Zug abgefahren" "Zug um Zug - Eine vitalere Ausstrahlung"
"Stellt die Weichen für eine vitale Ausstrahlung"
"Für eine 1.Klasse Ausstrahlung"
"Falten zurückbleiben bitte!"
So viel schlechter Wortwitz auf einem Haufen tut schon weh.
Ach, dit Wetter. Letzte Woche habe ich noch gedacht, dass die Welt untergeht und plötzlich sind in Berlin 20 Grad angesagt. Und dann bin ich doch gestern auch direkt durch den Mauerpark gelatscht und natürlich hat mich der Berliner Frühlings-Schock übermannt. Plötzlich kommen alle aus ihren Wohnungen und sofort ist Kinderwagen-Mutti-Grill-Schüler-Studenten-Punker-Hunde-Terror auf den Straßen. Nach so langer Winter-Tristesse war das ein leichter Schock für mich. Da waren die Polizeiwannen vor dem Mauerpark dann fast beruhigend aggressiv, denn abends hat mal wieder Union Berlin im Jahn-Stadion gespielt - und direkt nebenan, in der Halle, Herr Bob Dylan. Wenn das mal nicht der berühmte Clash der Kulturen war..
Da fällt mir doch gleich noch was zur Süddeutschen und zum Berliner Klima ein. Nämlich folgender Artikel aus der Süddeutschen mit dem Thema "Jetzt will er Schrippen", welcher von einem Münchner handelt, dessen Kind anfängt zu Berlinern. Die passende Antwort wurde nun von einem Autor des Lodown Magazins geschrieben. Ein Hoch uffet Berlinern! Und wieder ein Beweis, dass sich Berliner und Zugezogene noch nicht hundertprozentig zugeneigt sind.