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Donnerstag, 8. Mai 2008

Bildungsurlaub leicht gemacht

Da es ganz so aussieht, dass wir mit zwei neuen Paessen aus Suedamerika ausreisen und nach Deutschland einreisen koennen, wird es nun mal Zeit fuer einen Rueckblick. In diesem Fall muss ich einfach mal die Buecher posten, die ich mir in den letzten zwei Monaten reingezogen habe:
1. Wolfgang Koeppen: Im Treibhaus
War vielleicht ne schlechte Anfangslektuere. An sich nicht uninteressant aber ziemlich abstrakt geschrieben. Da ich es in stressigen Hostels nicht lesen konnte, musste ich es eintauschen gegen:
2. Faye Kellermann: Into the darkness
Das kommt dabei raus, wenn eine Englaenderin einen Krimi im Nazideutschland schreibt: eine ziemlich belustigende Reiselektuere.
3. Irmgard Keun: Das kunstseidene Maedchen, als Hoerbuch gelesen von Fritzi Haberlandt
Hoerbuecher sind auf langen Busfahrten wirklich grossartig, vor allem, wenn einem bei normalen Buechern sonst schlecht wird. Und gutes Hoerbuch (wenn auch aus der Brigitte-Reihe).
4. Hakan Nesser: Kim Novak badete nie im See von Genezareth
Guter Krimi ohne klassisch Krimi zu sein
5. Frank Schaetzing: Der Schwarm, in der Hoerbuchversion
Wow, unerwartet spannend. Das haette ich gar nicht gedacht. Ein Hoerbuch, bei dem man nicht nach einer halben Stunde einschlaeft.
6. Haruki Murakami: Hard boiled wonderland
Definitiv eines der schlechteren Buecher von Murakami.
7. Julia Franck: Die Mittagsfrau
Nicht umsonst hoch gelobtes Buch von Frau Franck.
8. Khaled Hosseini: Drachenlaufer
Super spannend und gut geschrieben. Hat sich gelohnt es auch endlich mal selbst zu lesen.
9. Dick Francis: Festgenagelt
Amuesanter, einfach gestrickter Urlaubskrimi.
10. Thomas Mann: Tod in Venedig, als Hoerbuch
Was hat er nur der Herr Mann? Ganz schoen unheimlich jedenfalls die Geschichte.
11. Junge Traudl: Hitlers Sekretaerin, als Hoerbuch
Eine von Hitlers Sekretaerinnen gibt zu ihrem Lebensende ein Radiointerview ueber ihre Erlebnisse. Der Film der Untergang beruht unter anderem auf ihren Erzaehlungen. Sehr interessant!
12. Ernesto Guevara: Motorcycle Diarys
Viel besser als der Film. Auf jeden Fall ein super Buch, wenn man grad durch Suedamerika reist.
13. Luis Sepulveda: Der Alte, der Liebesromane las
Gutes Buch und schnelle Lektuere mit Suedamerika-Flair.
14. Jurek Becker: Bronsteins Kinder
Irgendwie dachte ich immer, dass es schwer zu lesen sei. Tuts aber gar nicht und ist auch noch spannend und interessant.
Wenn das nicht wieder ein Bildungsurlaub war...

Dienstag, 6. Mai 2008

Glueck gehabt - oder doch nicht ?


Da haben wir ja doch Glueck gehabt, dass wir nicht bis nach Chaiten gekommen sind oder der Vulkan, welcher dort gerade ausbricht, nicht 2 Wochen frueher ausgebrochen ist (schliesslich macht das bei 400 Jahre Ruhe nicht viel aus).

Aber zumGlueck sind wir ja im sicheren Buenos Aires.... leider war es doch nicht so sicher fuer uns und wir durften nun nicht nur Bekanntschaft mit den professionellen Taschendieb-Bannden machen, sondern auch mit diversen Polizeistationen und Botschaften, in denen wir natuerlich gerne unsere letzte Woche Urlaub wartend verbringen.

Aber, insgesamt wuerde ich sagen: immer noch besser als von gluehend heissser Lava ueberrollt zu werden! Und mit dieser Gewissheit und der, dass wir wahrscheinlich doch das Land verlassen koennen, werden wir versuchen unsere letzte Woche doch noch zu geniessen.

Montag, 28. April 2008

10 Dinge auf die ich mich in Deutschland freue

1. Auf ein gemuetliches Bett mit einer ordentlichen Bettdecke
2. Auf mein Fahrrad
3. Auf Fruehling in Berlin
4. Auf Ordentliches Brot mit lecker Kaese und Wurscht
5. Auf Nutella
6. Auf meinen Computer und ohne Stress im Internet surfen
7. Auf die eigene Kueche
8. Darauf, mich endlich wieder normal verstaendigen zu koennen
9. Auf meine Brille (der fehlt naemlich seit 4 Wochen ein Glas)
10. Und natuerlich darauf alle wiederzusehen und zu quatschen, gerne auch am Telefon, denn selbst dass vermisse ich mittlerweile.

Donnerstag, 24. April 2008

Nachtrag Carretera Austral

Die Carreterra Austral wurde uebrigens von Pinochet gebaut, was durch Schilder auch noch an der Strasse gekennzeichnet ist. Pinochet plante naemlich die grosse Besiedlung des unwirtlichen Suedens, damit am Ende nicht noch die Argentinier rueber kommen und den Chilenen das Land wegnehmen.

Eine aehnlich aufwendige und kostspielige Strategie verfolgt wohl auch Russland, wie ich einer schon etwas aelteren Geo gelesen habe (auf Reisen fallen einem gar wunderliche Dinge zum Lesen in die Hand). So haben auch die Russen auf Teufel komm raus Sibirien besiedelt und unter grossem Einsatz von Geld und Menschenleben Strassen durch die Pampa gebaut. Und bis heute wird jede Menge Geld in die Versorgung und Aufrechterhaltung der Siedlungen gesteckt, denn auch Putin hat Angst, dass sonst ganz schnell die Chinesen auf der Matte stehen.

So ist das also in Laendern mit abgelegenen Gebieten.

Samstag, 19. April 2008

Verflucht sei La Junta

Wie wir das Dorf La Junta kennen und hassen gelernt haben, soll im folgenden chronologisch beschrieben werden, denn eigentlich fing alles ganz schoen an...


Dienstag, 15.04.2008 - Puerto Montt
Guter Dinge bestigen wir Dienstag Abend vollgepackt mit kiloweise Empanadas und Kartoffelsalat die Faehre nach Chacabuco. Wider erwarten fanden wir gemuetliche Betten und saubere Baeder vor, sowie eine recht leere Nachsaisonsfaehre.

Mittwoch, 16.04.2008, 10:00 Uhr - irgendwo vor der chilenischen Kueste
Traumhaftes Wetter strahlte uns am Mittwoch Morgen entgegen und wir konnten sogar auf dem Deck draussen chillen. Und wir haben sogar drei Delphine gesehen (cool!).





Mittwoch, 16.04.2008, 22:00 Uhr - Chacabuco

Gegen 10:00 Uhr erreichen wir Chacabuco, es regnet mittlerweile und wir muessen feststellen, dass kein Bus mehr faehrt und Chacabuco ein Nichts ist. Das Hostel aus unseren Reisefuehrern hatte geschlossen, so dass wir uns notgedrungen von irgendwelchen Chilenen auf der Strasse haben auflesen lassen. Diese boten uns ein kaltes Zimmer in einem runtergekommenen Haus, aber immerhin, besser als im Regen rumzuirren.


Donnerstag, 17.04.2008, 09:00 - Chacabuco

Nach einer regenreichen Nacht packen wir unsere Sachen, um uns ins Nass hinaus zu wagen. Schnell sehen wir zu weiter zu kommen, vielleicht erwartet uns ja noch mehr ausser Chacabuco. Also, mit dem Bus nach Aisen und mit dem naechsten Bus nach Coyhaique. Zweiteres ist immerhin eine kleine Stadt, die vom Tourismus lebt und damit auch ganz adrett ist. Hier angekommen, versuchen wir herauszufinden, wie wir bis Samstag nach Chaiten (wo die Faehre wieder faehrt) kommen, und was man denn sonst noch alles machen kann. Allerdings stellen wir fest, dass der naechste Bus nach Chaiten erst am Samstag faehrt, 12 Stunden braucht, und wir damit die Faehre verpassen wuerden. Aber es gibt noch einen anderen Bus am gleichen Tag nach La Junta, welches ungefaehr in der Mitte der Strecke liegt. Also beschliesen wir diesen zu nehmen und von La Junta weiter zu kommen.


Donnerstag, 17.04.2008 - 19:00 Uhr - irgendwo auf der Carretera Austral

Nach ca. 4 Stunden Fahrt auf der beruehmten Carretera Austral bleibt unser eher unbequemer Kleinbus irgendwo stehen. Es ist dunkel und regnet in Stroemen. Wir warten, verstehen kein Wort und wissen erst recht nicht warum wir hier stehen.
Zwei Stunden spaeter ist die Luft im Bus fast unertraeglich, aber ploetzlich faehrt der Bus wieder los (natuerlich genau in dem Moment, in dem wir beschlossen haben mal kurz rauszugehen). Der Bus faehrt wieder zurueck und haelt wieder irgendwo an. Wir warten. Es scheint, dass irgendwas mit dem Bus nicht stimmt, aber wir wissen nichts genaues. Irgendwann treffen wir auf einen Pannendienst (auf den wir wohl die ganze Zeit gewartet haben). Es regnet in Stroemen und wir warten. Nach einiger Zeit kommt ein Ersatzbus angefahren, in den alle Passagiere umgeladen werden. Mit Vollgas geht es nun nachts, im stroemenden Regen weiter ueber die Carretera Austral.


Freitag, 18.04.2008 - 03:00 Uhr - La Junta

Voellig verpennt kommen wir um drei Uhr Nachts in La Junta an. Der Busfahrer ist so nett alle Leute bis nach Hause zu fahren und uns noch eine Unterkunft zu suchen. Wir fragen ihn, wann der naechste Bus nach Chaiten faehrt und kriechen schnell ins Bett, denn um 08:00 Uhr muessen wir auf jeden Fall den naechsten Bus kriegen (wer weiss, wann der naechste kommt).


Freitag, 18.04.2008 - 07:45 Uhr - La Junta



Es regnet immer noch in Stroemen, als wir in La Junta auf der Hauptstrasse stehen, um den naechsten Bus zu nehmen. Wir fragen eine Frau, ob wir hier richtig stehen (keine Bushaltestelle), woraufhin diese uns sagt, dass der Bus doch schon um 07:00 Uhr gefahren ist.
Das heisst fuer uns - gefangen in La Junta, einem Ort im Nirgendwo, dessen einzige Attraktion die Tankstelle ist! Der naechste Bus nach Chaiten faehrt erst am Samstag um drei Uhr Nachmittags, womit wir die Faehre verpassen wuerden. Alles Scheisse!

Also versuchen wir zu trampen, was auf einer der unbefahrensten Strassen der Welt klaeglich scheitert.


Nach 2 Stunden sind wir voellig durchnaesst und frustriert. Um 11:00 Uhr faehrt noch ein Bus nach Coyhaique und wir beschliessen, dass wir das Ende der Welt schnell wieder verlassen wollen (wer weiss, wann es sonst klappt). Zum Glueck kriegen wir noch zwei Plaetze und total durchnaesst treten wir die 6-stuendige Fahrt zurueck nach Coyhaique an.






Freitag, 18.04.2008 - 20:00 Uhr - Coyhaique
Es regnet nicht mehr! Wir haben uns ein recht gemuetliches Zimmer gesucht, wo es auch ein Bad mit Heisswasser und Dusche gibt (schliesslich habe ich seit Tagen nicht mehr geduscht). Und jetzt nur noch schlafen!

Samstag, 19.04.2008 - 17:00 Uhr - Coyhaique
Nachdem wir von den Unwirtlichkeiten der Carretera Austral im Herbst gebrochen wurden und unseren urspruenglichen Plan aufgegeben haben und die Wanderwege sich alle in Matschpfade verwandelt haben, bleibt uns nur noch moeglichst schnell wieder in die Zivilisation, d.h. nach Osorno, zu gelangen. Wir nehmen jetzt den Bus ueber die argentinische Seite (hier gibt es befestigte Strassen) direkt nach Osorno. In 18 STunden sind wir hoffentlich da.
But you now - That´s Adventure!

Montag, 14. April 2008

Chiloé, die Faehren und das Wetter

Nachdem uns die Insel Chiloé erst so unwirtlich empfangen hat, haben wir sie doch noch ganz schnell ins Herz geschlossen. Mich hat vor allem der Curanto versoehnt. Curanto ist so das chilotische Nationalgericht und besteht aus einem grossen Berg Muscheln und dazu ein Kassler-aehnliches Fleischstueck, Huenchen, Knoedel und Kartoffeln. Dies ergibt dann eine Portion, nach der bestimmt niemand mehr hungern muss - und es war ausgesprochen lecker (was man sonst nicht immer vom chilenischen Essen erwarten kann).

Nachdem sich das Wetter dann auch etwas gebessert hatte, haben wir mit Little Monster die Insel unsicher gemacht. Die Pinguine haben sich zwar versteckt (wobei wir uns auch die Bootstour geschenkt haben), dafuer konnten wir mit dem Auto auf den Pinguin-Strand fahren. In Chile kann man ja immerhin ueberall mit dem Auto hinfahren, ohne dass man bloed angeschaut wird. Und ich kam mir wie ein richtig dekadenter Tourist vor, weshalb ich auch gleich dieses Foto aus dem Auto machen musste.



Ausserdem muss man auf Chiloé noch die beruehmte Holzkirchen-Tour machen. Die Holzkirchen wurden von den Missionaren auf furchtbar abgelegenen Orten gebaut und bestehen tatsaechlich ausschliesslich aus Holz, weshalb sie heute auch zum Unesco-Weltkulturerbe gehoeren. Leider haben wir auch nicht alle gefunden (wie gesagt, sehr abgelegene Orte), aber immerhin ein paar, so wie diese hier.



Mittlerweile haben wir Chiloé schon wieder verlassen und bereiten uns im gemuetlichen Osorno auf unseren naechsten grossen Ausflug vor, bei dem wir hoffen, dass wir nicht irgendwo zwischendrin stecken bleiben, denn im Sueden weiss man in der Nachsaison nie so richtig was passiert und Faehren sowie Busse fahren nur noch sehr unregelmaessig und maximal 2-3 mal die Woche. Ein kleinen Vorgeschmack bot uns die nette Angestelte des Faehrbetriebs, bei der wir unsere Tickets fuer die Faehre buchen wollten. Diese teilte uns naemlich mit, dass sie nicht wuesste, wann die Faehre das naechste mal faehrt, da sie aufgrund des schlechten Wetters gerade vor der Kueste festhaenge und die Leute nicht runter koennten. Das sind traumhafte Aussichten, weshalb wir uns schon mit grossen Proviantvorbereitungen auf die Reise vorbereiten. Aber vielleicht geht ja auch alles gut - und dann sieht unsere Route in ungefaehr wie folgt aus (leider fehlt auf der Karte der obere Teil, aber den kann man sich ja dazu denken).



Wir fahren also von Puerto Montt (knapp ueber der Insel Chiloé) mit der Faehre (siehe unteres Bild) in 2 Tagen nach Chacabuco. Von dort faehrt uns ein Bus nach Coyhaique und von dort fahren hoffentlich wiederum Busse ueber die Carretera Austral (Schotterwegstrasse) in den Norden nach Chaiten. Von Chaiten gehts dann mit der Faehre wieder nach Chiloé, nach Quellon, von wir dann schliesslich den Bus wieder nach Osorno nehmen. Es ist auf jeden Fall ein grossartiger Plan und wir hoffen, dass er auch aufgeht. Und ich hoffe ausserdem, dass ich im kalten Sueden nicht erfrieren werde, denn Heizungen sind hier eher Mangelware.

Dienstag, 8. April 2008

Chiloé im Regen



Jetzt hat uns der chilenische Herbst voll erwischt. Nachdem es letzte Woche noch schoen war, koennen wir Chiloé nun bei Regen und Sturm geniessen. Aber zum Glueck hab ich ja eine tolle Outdoor-Traveler-Jacke!
Chiloé ist uebrigens kein Schreibfehler von mir, sondern die groesste Insel Chiles. Im Moment siehts ungefaehr so aus wie auf dem Foto, obwohl dies wohl an der Ostsee gemacht wurde. Aber als wir mit der Faehre uebergesetzt sind, habe ich mich auch gefuehlt, als ob ich im Herbst fuers Wochenende an die Ostsee fahre. Insofern passt doch wieder alles gut zusammen.
Also wir werden uns die naechsten Tage weiter mit unseren Outdoorjacken durch den Inselsturm schlagen und dafuer morgen hoffentlich auch ein paar Pinguine sehen...

Donnerstag, 3. April 2008

Little Monster in Osorno

Mittlerweile haben wir den chilenischen Norden verlassen und uns nach Suedchile aufgemacht. Wir wohnen gerade in Osorno, welches vor allem durch reiche Grossbauern und arme Kleinbauern gepraegt wird. Osorno liegt nicht gerade auf der typischen Travelerroute, aber wir duerfen hier bei Diegos Onkel wohnen und freuen uns mal wieder ein kleines Zuhause zu haben. Besagter Onkel wird hier nur Padre Pedro genannt und ist ein unglaubliches Energiebuendel. Er hat gefuehlte 10 Projekte gleichzeitig am Laufen und man sieht ihn immer nur an einem vorbeizischen, wobei er trotzdem immer ein paar Minuten findet, um uns ein paar Anekdoten aus seinem Leben zu erzaehlen.

Hier haben wir nicht nur einen Gaestebungalow fuer uns allein, sondern Padre Pedro hat uns auch sein kleines Auto geliehen, mit dem wir die Gegend erkunden koennen.



Dieses kleine Auto haben wir gleich mal "Little Monster" getauft, denn es bringt uns sicher und direkt ueber die nicht immer so befestigten Ueberlandstrassen von Chile. Da versteht man auch schnell, warum hier sonst so viele mit Pick-ups durch die Gegend fahren.

Mittwoch, 26. März 2008

Victor Jara und Erasmus Reloaded



Nach den langen Osterferien ist nun auch mal wieder Zeit fuer einen neuen Blogeintrag.
Und da ich auch mal wieder was gelernt habe, muss ich das direkt weiter erzaehlen.
Wir wohnen naemlich gerade in dem Studentenwohnheim in Valparaiso, in dem Diego vor zwei Jahren schon gewohnt hat. Und da dieses "Victor Jara" heisst, hab ich mal recherchiert, wer das war und ein kleines Stueck chilenischer Geschichte hat sich aufgetan:

Also, Victor Jara war ein chilenischer Singer-Songwriter, der Anfang der 70iger Jahre das politische Liedgut in Chile bekannt gemacht hat. Zur Zeit Allendes bluehte dieses maechtig auf und zahlreiche Saenger und Musikgruppen entstanden und spielten auf grossen und kleinen Festivals. Im Zuge des Putsches durch Pinochet wurde Jara wie viele Oppositionelle verhaftet und im Estadio Chile gefoltert und ermordet.
Die Musik von Victor Jara gehoert mittlerweile fest zur Geschichte Chiles, auch wenn die Geschehnisse der Diktatur noch nicht wirklich aufgearbeitet wurden. Das Stadion, in dem 1973 so viele Menschen gefoltert und ermordet wurden, wurde mittlerweile in Estadio Victor Jara umbenannt. Hier gibt es eines seiner bekanntesten Lieder - Te Recuerdo Amanda (seine Mutter hiess uebrigens Amanda).

Folgendes Bild muss ich auch noch bloggen, denn es haengt direkt neben den Victor Jara Bildern im Wohnheim.




Ansonsten erinnert mich das Studentenwohnheim sehr an meine Zeit in Italien, obwohl das Wohnheim hier natuerlich tausendmal schoener ist. Aber hier wohnen auch totel viele Austauschstudenten und es ist quasi Erasmus-Reloaded.

Im Gegensatz zu Valparaiso, wo einen die Sonne fast wegbrennt, scheint das Wetter in Deutschland ja schrecklich zu sein. Deswegen druecke ich Euch allen zum Abschied die Daumen, dass es bald Fruehling wird!

Donnerstag, 20. März 2008

Viva Chile!

Nach einer Woche Buenos Aires und zwei langen Busfahrten sind wir nun in Chile angekommen. Eigentlich wollten wir ja noch einen Zwischenhalt in Mendoza, der Wein- und STeakstadt machen, aber den mussten wir leider auf einen Tag verkuerzen. Denn da in diesen hochkatholischen Laendern auch Ostern gebuehrlich begangen wird, ist auch die grosse Urlauberflut ausgebrochen. Bei allen Busunternehmen hiess es also: Alles ausgebucht , denn es ist Semana Santa, wie die Osterwoche hier heisst. So sind wir dem Urlauberstrom also zuvorgekommen und direkt nach Valparaiso gefahren. Valpo liegt direkt am Meer und im Nachbarort Vina del Mar reiht sich ein Strand an den naechsten. Hier werden wir jetzt die Osterwoche und vielleicht noch etwas laenger verbringen un d es uns gut gehen lassen, was ich auch scho n geta n habe. Das heisst, ich habe schon einen Completto (chilenischer Hot Dog mit Avocado) und eine chilenische Empanada gegessen, mir einen Sonnenbrand geholt (wegen Ozonloch?) und die steilen Strassen der Altstadt erklommen.

Und da die Tastatur dieses Hostel-Computers mich gerade in den Wahnsinn treibt, muss ich aufhoeren zu schreiben und nur noch Fotos hochladen.

Hier die schoen en Anden, die wir auf uns erer 10-stuendigen Busfahrt von Mendoza nach Valpo ueberquert haben. Die sehe n uebrigens doch anders aus als die Alpen, aber sehr beeindruckend alles.



Die Busse sind uebrigens viel bequemer als di e Reisesbusse in Deutschland , aber n ach 10 Stunden Fahrt dann auch nicht mehr. Aber gut, so ist das Leben als Traveller. Unspa ssig war es uebrigens auch nicht an der chilenisch-argentinischen Grenze, wo wir ungefaehr 2 STunden rumstanden, um uns in verschiedene der allseits beliebten Schlangen anzustellen. Aber ich habe jetzt zwei neue Stempel in meinem Pass! Dies ist er der Grenzuebergang mitten in den Anden .



Und so sieht es in Valparaisos Altstadt aus. Huebsch!



Und so sehen hier ganz schoen viele Waende aus . Sind wohl kreativ die Chilenen, auch wenn sie sich schlecht ernaehren.

Freitag, 14. März 2008

Buenos Aires die zweite

Auf so einer langen Reise hat man ja auch immer viel Zeit zum Rumchillen, vor allem in den warmen Mittagsstunden, in denen sich die Einwohner in ihre kuehlen Hauser zurueck ziehen, naja und wir ins Hostel. Da nutze ich die Chance der STunde und schmeisse mich vor den freien Computer (weil die anderen Traveler scheinen sich in der Hitze auf der Strasse rumzutreiben).

Es ist uebrigens nicht mehr so richtig heiss, weil ja Spaetsommer, aber der Smog macht sich mittags so richtig breit, so dass man auch gleich Kopfschmerzen bekommt und nur noch aus der STadt an die frische Luft will.

Apropos frische Luft - Es wird auch in Argentinien viel Schlange gestanden. Alle scheinen unendlich viel Zeit zu haben. Und die Schlangen bilden sich auch gerne mal mitten auf der Strasse, wie es Diego heute passiert ist. Eine Minute auf dem Buergersteig rumgestanden, schon standen vier Leute hinter ihm und wahrscheinlich haette der Bus auch angehalten. Um dieses Phaenomen zu untermalen, gibts hier noch ein Bild.



Und gleich noch eins von den schoenen und lauten Bussen die hier ueberall rumfahren.



Mit einem hoffentlich viel bequemeren Bus werden wir am Sonntag auch unsere erste Ueberlandsreise nach Mendoza antreten. Leider muessen wir ueber Nacht fahren, was heisst, dass wir nicht so viel sehen, aber vielleicht auch besser schlafen koennen. Mendoza liegt fast an der chilenischen Grenze, vor den Anden, und ist besonders fuer seinen Wein bekannt, den wir dann wohl auch probieren muessen (obwohl uns der Alkohol nicht so gut bekommt..). Nun ich werde berichten und jetzt erst mal ein Hostel in Mendoza auschecken.

Mittwoch, 12. März 2008

Buenos Aires



Nach 14 Stunden Flug waren wir ploetzlich in Suedamerika!
Jetzt sind wir seit zwei Tagen in Buenos Aires und es ist auch noch Sommer. Eine ganz schoene Umstellung auf einmal. Um uns herum sind alle total braungebrannt und wir mit unserem zarten Wintertant mitten drin.
Buenos Aires ist auf jeden Fall eine total schicke Stadt mit grossen Alleen, eleganten Hausern und stylischen Leuten. Aber auch jede Menge Verkehr, der auch unaufhoerlich vor unserem Hostelfenster verkehrt. Doch nach stundenlangen Stadterkundungen schlaeft man auch im groessten Laerm!

Das Hundebild muss ich auf jeden Fall noch zeigen, denn es zeigt eine Kuriositaet von Buenos Aires. Anscheinend stehen die voll auf Hunde und die etwas besser situierten lassen diese auch gerne von anderen ausfuehren. So sieht man oefter mal jemanden mit so einer Hundemeute rumlaufen.